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Freiheit auf dem Trecker Vortrag in Kloster Oesede: Mit Oldtimern nach Dänemark

Von Petra Pieper | 06.02.2017, 17:04 Uhr

Als „alte Bekannte auf Durchreise“ begrüßte Günter Rolwes, Vorsitzender des Heimatvereins Kloster Oesede, die Referenten des Februar-Frühstücks in der Klosterpforte. Unter dem Titel „Mit dem Oldtimer-Traktor Richtung Norden und dann immer geradeaus“ berichteten Horst Wendt und Johannes Koehl von ihrer gemeinsamen Dänemark-Fahrt 2016.

Leider konnten die Referenten aus gesundheitlichen Gründen und weil die Fahrzeuge „eingemottet“ seien, nicht mit ihren Oldtimer-Schätzchen vorfahren – Koehl bewegt im Sommer einen Deutz aus dem Jahre 1956, Wendt einen 1974er Hürlimann. Doch die Dänemark-Tour hatten sie gut mit Fotos dokumentiert, sodass sie knapp 50 Interessierte mitnehmen konnten auf die etwas andere Reise in den Norden.

Keine Fragen

Start und Ziel war der „Steinige Turm“ in Kloster Oesede und dann ging es kreuz und quer über Nebenstrecken fast 2500 Kilometer lang bis zur Nordspitze Jütlands und wieder zurück. „Wir können mit unseren Traktoren ja nicht über die Autobahn fahren“, gab Koehl zu bedenken, der mit seiner locker-flockigen Moderation einen Eindruck von der Stimmung während des Männervergnügens bot. „Männer mit Männerspielzeug unterwegs, herrliche Ruhe auf abgelegenen Wegen, nie jemand, der fragt: ,Wann sind wir endlich da?‘“

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In zweieinhalb Wochen tuckerten die beiden Enthusiasten Anfang Mai über Itzehoe, Eckernförde, Sylt, Römö, Hvide Sande und Hanstholm bis nach Skagen, Dänemarks nördlichster Stadt. In der Nähe hatte ein Liebhaber zum Trecker-Veteranen-Treffen geladen. Unterwegs galt es, etliche Flüsse und Kanäle zu überqueren und Übernachtungsplätze zu finden. „Aber als Treckerfahrer bist du nicht lange allein, es gibt immer Leute, die sich für die Fahrzeuge interessieren und mit Tipps weiterhelfen.“

Reifenpanne

Das sei dann glücklicherweise auch im Fall einer Reifenpanne so gewesen, die die beiden natürlich prompt „irgendwo im Nirgendwo“ ereilte. Es gab viel Lob für die dänische Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft. Im übrigen hatte Koehl, wie auch schon bei der Frankreichfahrt im Vorjahr oder bei ihren Alpen-Überquerungen, die Route detailliert vorbereitet. „Ich brauchte nur hinterherzufahren“, schmunzelte Wendt.

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Höhepunkte seien neben dem Oldtimer-Treffen ein Ausflug nach Sylt gewesen, wo sie hinsichtlich des Motorengeräusches den Ferraris Konkurrenz gemacht hätten, ein Traktor-Wettrennen auf einer zehn Kilometer langen Sandpiste am Strand von Römö sowie die herrliche Landschaft unterwegs bis hin zum Skagerrak, „wo sich Nordsee und Ostsee küssen“.

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Kloster und Konvent

„Danke, dass ihr uns auf diese Reise mitgenommen habt, wir freuen uns schon auf die nächste“, verabschiedete Rolwes die Referenten. Beim März-Frühstück wird es, so die Ankündigung, um Kloster und Konvent gehen, zuvor bietet der Heimatverein am 18. Februar die alljährliche Grünkohl-Wanderung. Mehr aus Georgsmarienhütte im Netz