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Festakt für zum zehnjährigen Bestehen der Schulstiftung des Bistums Bischof Bode besucht das Walzwerk in Georgsmarienhütte

Von Horst Troiza | 29.09.2011, 14:06 Uhr

Zehn Jahre ist es her, dass auf Initiative von Bischof Franz-Josef Bode die Schulstiftung im Bistum Osnabrück gegründet wurde. Mittlerweile sind 17 Schulen in Nordwestdeutschland unter diesem Dach vereinigt. Während einer Feierstunde warfen die Festredner einen Blick auf die bisherige Entwicklung und zukünftige Aufgaben.

Vor Beginn der Veranstaltung war Bischof Bode von der Werksführung zu einem Rundgang durch Teile der Georgsmarienhütte eingeladen worden. Im Walzwerk suchte er das Gespräch mit einigen Beschäftigten und erhielt einen Eindruck von den Arbeitsbedingungen vor Ort. Bode hob bei dieser Gelegenheit besonders die fundierte Ausbildung hervor, ohne die eine solch hoch qualifizierte Arbeit nicht zu leisten wäre.

Bildung und Ausbildung standen später auch im Zentrum der Beiträge der Festredner zum Stiftungsjubiläum. Deren Kuratoriumsvorsitzender Professor Norbert Winkeljohann nannte Bildung „den Kernbegriff für den künftigen Wohlstand“ der Gesellschaft. Eine nachhaltige Bildungsoffensive, wie sie die Stiftung leiste, sei unverzichtbar, da mehr und mehr Fachkräftemangel die Entwicklung bedrohe. Er sprach sich für bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus, wodurch Frauen einen deutlich höheren Anteil an den Beschäftigungsverhältnissen als bisher erhielten, für den Zuzug höher qualifizierter Migranten sowie die Einbeziehung älterer Arbeitskräfte in Zukunftsprojekte.

Professor Felix Osterheider, zuständig für Personal auf der Georgsmarienhütte, bezeichnete die Unterstützung der Schulstiftung, aber auch von Schulen in GMHütte als unabdingbar für die weitere Entwicklung der Region.

Das Engagement unterstrich er mit dem Hinweis auf die Zusammenarbeit mit der Realschule, deren Schülerfirma „Peoples Company“ das Catering für die Feierstunde übernommen hatte. Die Stiftung trägt heute 17 Schulen an Standorten in ganz Nordwestdeutschland.

Im kommenden Jahr wird mit der Öffnung der sogenannten trialogischen Grundschule, der Johannisschule in Osnabrück, ein zukunftweisendes Modell an den Start gehen, in dem christliche, jüdische und muslimische Kinder gemeinsam unterrichtet werden. Bischof Bode erläuterte, sie werde „allen Bildungssituationen gerecht“. Unter ihrem Dach sind Grund- und Hauptschulen, Real- und Oberschulen, Gymnasien sowie Förderschulen und berufsbildende Einrichtungen zu finden. Er sprach von einem „Netzwerk der Werte“, bei dem die katholische Kirche die Verantwortung für die Gesellschaft von morgen übernehme.

Die Teilnahme am Unterricht sei unabhängig von der finanziellen Leistungsmöglichkeit der Eltern, wichtig sei, „die Saat der Botschaft unserer Werte“ weit streuen zu können.