Ein Artikel der Redaktion

Ferienzeit ist Sanierungszeit Mitteltrakt der GMHütter Realschule wird bis zum Schuljahresbeginn neu gestaltet

31.07.2012, 08:30 Uhr

Die Handwerker haben in den Ferien wieder in den Schulen das Kommando übernommen. Wo sonst normalerweise in den Pausen lärmiges Schülertreiben herrscht, ist jetzt der Hall von Sanierungsarbeiten zu vernehmen. Bis zum Wiederbeginn des Unterrichts Anfang September werden in vielen Klassenräumen Bodenbeläge erneuert, Malerarbeiten sowie in den Gebäuden notwendige Modernisierungsarbeiten durchgeführt. Schwerpunkt in der Hüttenstadt ist in diesem Jahr die Realschule.

Der Mitteltrakt wird auf den Stand der Technik in Hinsicht auf Brandschutz und Wärmedämmung gebracht. Es ist die dritte große Sanierungsmaßnahme innerhalb weniger Jahre an der Realschule – nach der Aula, die 2006/07 für 450000 Euro instand gesetzt wurde, und den im Vorjahr abgeschlossenen Arbeiten im Südtrakt für 1,1 Millionen Euro aus Konjunkturpaket-II-Mitteln.

1,25 Millionen Euro stehen jedes Jahr im GMHütter Haushalt für die laufende Bauunterhaltung im Bereich Schulen und Schulsport zur Verfügung. In diesem Jahr die mit Abstand größte Position: die Sanierung des Mitteltraktes der Realschule am Schulzentrum.

970000 Euro sind inklusive Nebenkosten hierfür im laufenden Haushalt eingestellt. Bürgermeister Ansgar Pohlmann: „Das Gebäude ist 1963 gebaut worden, und wir müssen hier nach knapp 50 Jahren handeln, um die inzwischen geltenden gesetzlichen Vorgaben des vorbeugenden Brandschutzes umzusetzen.“

Die Sanierung wird genutzt, um auch bei Fassade und Fenstern im energetischen Bereich etwas zu tun sowie den Bereich der Fachräume, die Pausenhalle oder die Schüler- und Lehrerbibliothek heutigen Erfordernissen anzupassen. So werden nicht nur aus Sicherheitsgründen zum Beispiel die alten Holzdecken entfernt, sondern auch Physik-, Chemie- und Werken/Technik-Räume auf heutigen Standard gebracht sowieso die Aufenthaltsbereiche modernisiert.

Fachbereichsleiterin Cordula Happe: „Hierzu zählt unter anderem auch die Verlegung der Cafeteria, die sich künftig nutzerorientiert präsentiert und zum Verweilen einlädt, oder die Neugestaltung des Innenhofs.“

Der bisher teilweise das Gebäude prägende Bürobau-Charme weicht modernen Elementen und Farben, die künftig für Helligkeit sorgen. Die Innenräume im Erdgeschoss entsprechen nach der Sanierung auch heutigen Anforderungen an die Raumakustik. Außerdem wird der Trakt durch die Arbeiten künftig barrierefrei: Es werden Rampen und ein behindertengerechtes WC eingebaut.

In den kommenden fünf Wochen bis zum Start des neuen Schuljahrs ist jede Menge zu tun und das Paket so umfangreich, dass die Ferienzeit nicht ausreicht, um alles zu erledigen. Bauingenieur Frank Fahlbusch vom Osnabrücker Büro Flatau Architekten, das für die Durchführung der Sanierung zuständig ist: „Die neuen Holz-Aluminium-Fenster werden zum Beispiel in den Herbstferien ausgetauscht.“

Im Oktober stehen dann auch noch zwei weitere wichtige Maßnahmen an: die Sanierung der Toilettenanlage in der Alt-GMHütter Marien-/Regenbogenschule, für die der Verwaltungsausschuss kürzlich einen Betrag von 217000 Euro als außerplanmäßige Ausgabe bewilligt hat, sowie die Erneuerung des Hallenbodens in der Freiherr-vom-Stein-Realschule in Oesede-Süd, die mit rund 45000 Euro veranschlagt ist.