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DMK-Werksleiter verabschiedet „Milchhof ein Zukunftsstandort“

Von Wolfgang Elbers | 06.07.2014, 19:41 Uhr

Das hätten sich vor zwei Jahren, als die Unternehmensleitung der Deutschen Milchkontor GmbH (DMK) das Aus für die Quarkproduktion am GMHütter Standort verkündet hatte, selbst die kühnsten Optimisten nicht vorstellen können: Am Harderberger Betriebsgelände sind Freitag mit der offiziellen Freigabe der neuen Zufahrt und der Grundsteinlegung für eine weitere Käserei zwei Schritte für die Werkserweiterung erfolgt. Mehr als 30 Millionen Euro werden investiert.

„Der Milchhof ist ein Zukunftsstandort“, hat DMK-Geschäftsführer Dirk Gloy am Freitag noch einmal klar herausgestellt, der zu dem Anlass aus der Bremer Zentrale in die Hüttenstadt gekommen war. Das Werk sei ein effizienter Standort für die Käseherstellung, stehe für „Profitabilität durch innovative Produkte“, beliefere zukünftig nicht nur die EU, sondern auch Drittländer und verfüge „vor allem über einen Mitarbeiterstamm, der gemeinsam an einem Strang zieht und gerade in schwierigen Situationen zusammenhält“.

Er würdigte dabei auch noch einmal, welchen Anteil der jetzt aus Altersgründen die Werksleitung abgebende bisherige Chef Karl Bergmann an dieser Entwicklung hat: „Ihrem Elan und Ihrer Einsatzbereitschaft ist es zu verdanken, dass das Werk in GMHütte das ist, was es ist.“ Bergmann habe es zusammen mit dem Betriebsrat und der Belegschaft geschafft, dass das DMK seine Entscheidung noch einmal überdacht habe und jetzt die Kapazität der Käseherstellung durch eine neue Käserei um 30000 Tonnen jährlich verdoppeln werde, erklärte Gloy. Er betonte die Wertschätzung, die Bergmann im Unternehmen genießt.

Von den Mitarbeitern gab es ein großes „Danke“ für 34 Jahre in verantwortungsvoller Position. Die Verantwortung für den Milchhof mit seinen rund 340 Arbeitsplätzen hat künftig Bergmanns bisheriger Stellvertreter Michael Schawe, der aus der Region kommt und am Milchhof seine ersten Berufsschritte gemacht hat.

Die beiden großen Kräne auf dem Werksgelände machen schon von Weitem sichtbar, dass der Milchhof derzeit eine Großbaustelle ist, um durch die Ausweitung der Käseproduktion die Verlagerung der Quarkproduktion nach Zeven und Erfurt zu kompensieren. Die neue Zufahrt mit der neuen Waschhalle ist fertiggestellt, die Schale für das Kühllager steht, und auch die Arbeiten für vier weitere jeweils 20 Meter hohe Silos, die jeweils 300000 Liter Milch für die Verarbeitung fassen, laufen auf Hochtouren.

Der Zeitdruck ist groß: Bereits im November soll die Mozzarella-Herstellung anlaufen.

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