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Deutsch-israelischer Jugendaustausch wichtig Bürgermeister Avi Gruber aus Ramat Hasharon in GMHütte

Von Wolfgang Elbers | 22.07.2016, 20:37 Uhr

Eigentlich wollte Bürgermeister Ansgar Pohlmann seinen Anfang des Jahres neu gewählten Amtskollegen Avi Gruber aus der Partnerstadt Ramat Hasharon im Frühjahr beim Besuch der GMHütter Jugendgruppe in Israel treffen. Das musste kurzfristig verschoben werden und ist jetzt nachgeholt worden.

Der passende Zeitpunkt: der Aufenthalt israelischer Jugendlicher in „Georgs“ , wie die Partnerstadt bei den Gästen wegen des schwer auszusprechenden Namens nur in Kurzform heißt. Für vier Tage ist Gruber nach Deutschland gekommen, um einzelne Punkte des Austauschprogramms zu begleiten. Das erste Zusammentreffen mit Pohlmann am Donnerstagnachmittag im Rathaus hat gleich gezeigt: Die beiden Bürgermeister haben eine Wellenlänge, und die jährlichen Jugendbegegnungen sind für beide sehr wichtig.

Städtepartnerschaft seit mehr als 40 Jahren

„Wenn man die Vergangenheit vergisst, hat man keine Zukunft“, erklärte der 44-jährige Gast, welche Bedeutung solche deutsch-israelischen Aktivitäten für das gegenseitige Verständnis haben. Pohlmann stellte heraus, dass die Partnerschaft GMHüttes mit Ramat Hasharon inzwischen seit mehr als 40 Jahren bestehe und „intensiv von den Jugendlichen gelebt“ werde. Beim Meinungsaustausch im Rathaus, an dem auch Vertreter der Ratsfraktionen teilnahmen, wurde auch darüber gesprochen, welche Möglichkeiten es zum Beispiel für Aktivitäten im Bereich Kunst und Kultur gibt – zum Beispiel Ausstellungen von Künstlern aus der Partnerstadt.

Die vielfältigen Themen, die es zwischen den Städten gibt, werden auch dadurch deutlich, dass Avi Gruber gleich von drei Verwaltungsmitarbeitern begleitet wird: Ori Arbel-Ganz, dem Leiter des Bildungs-Departments, das auch für den Jugendaustausch zuständig ist, sowie von zwei Schulleiterinnen. Am Samstagvormittag stehen hier der Besuch der GMHütter Realschule und ein Gespräch mit Schulleitung und Lehrern auf dem Programm, nachdem Gruber am Freitag gemeinsam mit der Jugendgruppe zur Gedenkstätte in Bergen-Belsen gefahren ist. Ein Thema könnte da auch der Punkt Inklusion sein, der Gruber besonders wichtig ist und für das gemeinsame Leben und Lernen von Menschen mit und ohne Behinderung steht.

„Ich werde immer wieder von Menschen in Ramat Hasharon darauf angesprochen, wie wichtig und prägend für sie die Erfahrungen beim Jugendaustausch mit GMHütte gewesen sind“, ließ Ramat Hasharons Bürgermeister keinen Zweifel, dass er die Aktivitäten zwischen beiden Städten nach Möglichkeit intensivieren will.