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Der Funke sprang über Viele Besucher beim Oeseder Weihnachtsmarkt

Von Danica Pieper | 06.12.2015, 16:05 Uhr

Was sich bei der Eröffnung schon angekündigt hatte, manifestierte sich im Verlauf des Wochenendes: Der Oeseder Weihnachtsmarkt war auch in diesem Jahr ein echter Besuchermagnet. Bei trockenem Wetter kamen zahlreiche Schaulustige zum Roten Platz, um zu bummeln, Glühwein zu trinken oder das Unterhaltungsprogramm zu genießen.

„Macht euch fürs Fest bereit“: Die Musiker der Gruppe „Saitenspringer“ gaben ihr Bestes, um ihre Zuhörer auf Weihnachten einzustimmen. Ausgestattet mit Nikolausmützen spielten die Kloster Oeseder zahlreiche winterliche Hits. Mitarbeiter der Stadt verteilten derweil Kerzen und Liederbücher, denn Mitsingen war erwünscht. Die Meisten trauten sich zwar nicht, mit einzustimmen, einige wenige sangen und schunkelten dafür umso energischer. Das „Weihnachtssingen“, das in diesem Jahr zum zweiten Mal stattfand, war nur einer von mehreren Programmpunkten, die die Stadt organisiert hatte. Während am Samstag außer den Saitenspringern auch die Klosteraner Schützenkapelle und der GMHütter Posauenchor den Weihnachtsmarkt musikalisch begleiteten, präsentierte am Sonntag unter anderem die Waldbühne Kloster Oesede Ausschnitte aus ihrem Wintermusical „Gans oder gar nicht“.

Schüler verkaufen Selbstgemachtes

Kern des Weihnachtsmarkts waren aber nach wie vor die Buden, in diesem Jahr knapp 50 an der Zahl. Neben diversen Kunsthandwerkern, die Selbstgenähtes, Selbstgestricktes oder Selbstgezimmertes anboten, waren auch wieder diverse Vereine aus der Hüttenstadt dabei, die für den guten Zweck arbeiteten. Die Coole Schule, Schülerfirma der Sophie-Scholl-Schule, sammelte nicht nur für ihren eigenen Förderverein, sondern auch für den der Freiwilligen Feuerwehr. „Wir sind genauso zufrieden wie in den letzten Jahren“, meinte Lehrerin Sandra Möller auf die Resonanz angesprochen. Vor allem Waffeln, Kekse und Apfelsaft seien bei den Kunden beliebt, erklärten Harun (13) und Tim (13), die ihre Lehrerin beim Verkauf unterstützten.

Verkauf schon beim Aufbau

Eine feste Institution auf dem Weihnachtsmarkt ist die KAB St. Peter und Paul. Die Helfer verkauften unter anderem Handschuhe, Socken, Körnerkissen und Tannenbäume aus Holz. „Alles selbst gemacht“, meinte Hermann Luttermann. Mit der Resonanz waren er und seine Frau Annemarie zufrieden: „Wir können wirklich nicht klagen“, so die Helferin. „Das Wetter spielt mit, die Leute sind nett.“ Schon während des Aufbaus am Donnerstag verkaufte die KAB ihre ersten Kornsäcke, bevor diverse Stammkunden dem Stand einen Besuch abstatten. Mit dem Erlös unterstützen die Oeseder das Weltnotwerk der KAB. Für die Ehrenamtlichen ist nach dem Weihnachtsmarkt übrigens vor dem Weihnachtsmarkt: Nach den Feiertagen fangen sie an, die Produkte für das nächste Jahr zu stricken.

Feuershow auf der Eislaufbahn

Auch die Eislaufbahn ist fest in den Weihnachtsmarkt integriert. Höhepunkt war in diesmal die Feuershow, zu der sich am Samstagabend zahlreiche Menschen um die Bande scharrten. Das Duo „Feuerflut“ spielte mit dem Gegensatz der Elemente und raste mit brennenden Stäben über die Bahn, wenn sie nicht gerade flammende Hula-Hoop-Reifen um ihre Hüften kreisen ließen oder Feuerbälle durch die Gegend schwenkten, dass die Funken nur so sprühten. Auch das Jonglieren mit brennenden Stäben und Feuerschlucken fehlte nicht. Vor allem die Kinder unter den Besuchern waren begeistert und trommelten mit ihren Füßen lautstark gegen die Bande, um ihre Freude kundzutun.

Veranstalter zufrieden

Katharina Hummert vom Kulturbüro zeigte sich mit dem diesjährigen Weihnachtmarkt zufrieden: „Donnerstag und Freitag war recht gut was los und am Samstag war es schon ab 14 Uhr voll.“ Während die Veranstalter am Samstag mit der Feuershow Neues probierten, gehörte der Sonntag traditionell den Familien, Nikolausbesuch inklusive. Ob groß oder klein – die meisten dürften ihren weihnachtlichen Fix bekommen haben. Hummert: „Die Leute waren zufrieden, die Atmosphäre war gut.“