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Auf rund 12.000 Quadratmetern Bunte Blumen für den Insektenschutz: GMHütte legt Blühwiesen an

Von Lea Becker | 21.04.2020, 13:15 Uhr

In Georgsmarienhütte werden demnächst an mehreren Stellen im Stadtgebiet bunte Blumen blühen. Auf rund 12.000 Quadratmetern werden neue Wildblumenwiesen angelegt. Sie sollen Insekten einen Rückzugsort und eine Nahrungsquelle bieten und gleichzeitig auch die Biodiversität verbessern.

Im Naherholungsgebiet „Schauenroth“ im Stadtteil Oesede wurde mit rund 4000 Quadratmetern die größte Fläche für die anstehende Aussaat jetzt vorbereitet: „Der Bereich auf der für viele als 'Hundewiese' bekannten Fläche entlang der Straßen Schauenroth und Südring eignet sich optimal zur Anlage einer großen Blumenwiese“, wird der städtische Umweltbeauftragte Andreas Möllenkamp in einer Pressemitteilung zitiert.

Grünstreifen am Straßenrad werden zu Blühstreifen

Damit der Blumenteppich gut anwachsen kann, bittet Möllenkamp, den ausgewählten Bereich derzeit nicht zu betreten und Rücksicht zu nehmen – auch weil die Blütenpracht dauerhaft bestehen bleiben soll. Zusätzlich zu einjährigem Saatgut, wird auch Mehrjähriges ausgebracht, sodass viele Blumen nach dem Winter an gleicher Stelle wieder bunt aufblühen können. Die Wiesen sind der Mitteilung zufolge ein idealer Lebensraum und Rückzugsort für Hummeln, Bienen und viele andere Insekten.

Neben der Blumenwiese im "Schauenroth", sollen im Laufe des Jahres noch weitere Flächen im Stadtgebiet genutzt werden. So sind unter anderem im Bereich des Kirmesplatzes im Oeseder Zentrum, am Waldfriedhof in Kloster Oesede und im Stadtteil Harderberg Wildblumenwiesen geplant. „Ebenso bieten sich einige Grünstreifen am Straßenrand an, um diese gezielt in Blühwiesen oder Blühstreifen umzuwandeln“, so Möllenkamp.

Stadt investiert 50.000 Euro

Die Stadt Georgsmarienhütte hat sich mit diesem Projekt nach eigenen Angaben das Ziel gesetzt, auch langfristig dem Artensterben entgegenzuwirken und die Artenvielfalt wieder zu erhöhen. Für die Wildblumenwiesen hat der Rat der 50.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Die neu angelegten Wiesen sollen auch Teil des Naturschutzprojektes „Blumiger Landkreis Osnabrück“ werden. Dabei handelt es sich um einen seit 2017 bestehenden „Blühwiesenkorridor“ von Melle über Bissendorf bis nach Hagen, der dazu führen soll, dass die Insekten nur vergleichsweise kurze Strecken zwischen den einzelnen Wiesen zurücklegen müssen.