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Beschäftigte unzufrieden mit Tarifangebot Warnstreik beim Georgsmarienhütter Milchhof

31.03.2015, 19:23 Uhr

pm/we Georgsmarienhütte. Die Beschäftigten des zur Molkerei Deutsches Milchkontor GmbH zählenden Milchhofs im GMHütter Stadtteil Harderberg haben Dienstagmorgen mit einem rund zweistündigen Warnstreik ihre Unzufriedenheit mit dem Tarifangebot für die zwölf Betriebe des Unternehmens deutlich gemacht.

Die zweite Runde der Verhandlungen im Tarifgebiet Nordwest über die Erhöhung der Löhne und Gehälter für die zwölf DMK-Standorte war Mitte März ergebnislos vertagt worden, nachdem sich die Arbeitgeberseite nicht über das zuvor bereits auf den Tisch gelegte 2,1-Prozent-Angebot hinausbewegt hatte. Geschäftsführer Bernhard Hemsing von der Gewerkschaft Nahrung – Genuss – Gaststätten (NGG): „Das entspricht in keiner Weise den Erwartungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.“

Aus Sicht der Gewerkschaft und ihrer Mitglieder ist eine deutlich höhere Tariferhöhung drin. Hemsing: „Das DMK ist das größte Molkereiunternehmen Deutschlands, es erzielt den mit Abstand größten Umsatz, und dem Unternehmen geht es wirtschaftlich gut. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erfüllen in den hochmodernen Werken komplexe Arbeitsanforderungen. Da kann sich niemand mit abspeisen lassen.“ Die Enttäuschung ist groß, da in anderen Tarifbereichen bereits höhere Abschlüsse als 2,1 Prozent vereinbart worden sind. Auch an elf weiteren DMK-Standorten sind ebenfalls Warnstreiks geplant.

Die dritte Runde der Tarifverhandlungen findet am 15. April in Zeven statt.

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