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Begegnungen mit Ramat Hasharon GMHütter Austausch-Momente mit Symbolcharakter

Von Wolfgang Elbers | 18.09.2011, 14:18 Uhr

Irgendwie „eine Fügung des Schicksals“ ist für die 24-jährige Sozialpädagogin Anna-Maria Meier ihre Arbeit bei den jährlichen beiden Jugendbegegnungen mit GMHüttes israelischer Partnerstadt Ramat Hasharon. Schon jetzt hat sie bei ihrer Arbeitsstelle, einer Mutter-Kind-Einrichtung in Ibbenbüren, für das kommende Frühjahr sichergestellt, dass es Osterferien Urlaub gibt, wenn zum sechsten Mal seit der Wiederbelebung der Austauschaktivitäten 2005 eine Jugendgruppe ins Gelobte Land reist.

Für Anna-Maria Meier, die 2006 selber Teilnehmerin des Programms war, nachdem sie im Sommer zuvor beim Re-Start der Kontakte einen israelischen Gast aufgenommen hatte, ist ihr Engagement eine Folge der faszinierenden Erfahrungen, die sie beim ersten Besuch gemacht hat: „Da habe ich das Land lieben gelernt und bin besonderen Menschen begegnet.“ Jerusalem ist für die auch als Gruppenbetreuerin der Kirchengemeinde Peter und Paul tätige Frohnatur die „schönste Stadt der Welt“ und „ein Ort, an dem du Geschichte noch spürst“.

Mit 19 hat sie einen Monat lang privat das Land besucht, etwas Hebräisch gelernt und Menschen getroffen, mit denen sie in Verbindung geblieben ist. „Wenn ich einmal den Gedanken hätte auszuwandern, wäre Israel sofort meine Wahl“, sprudelt die Begeisterung aus ihr heraus, die auch ihren Austauscheinsatz prägt. 2008 griff sie sofort zu, als Jugendpflegerin Martina Möllenkamp jemanden als Unterstützung beim Jugendaustausch suchte. Seither ist sie jedes Jahr mit dabei und kümmert sich darum, dass alles so perfekt wie möglich läuft. Immer wieder bewegend: die Besuche der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem und des ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen: „Das sind Momente mit Symbolcharakter, wenn sich die Jugendlichen hinterher an den Händen halten und über ihre Gefühle sprechen.“ Vorurteile abzubauen, Respekt zu lernen und offen für neue Erfahrungen zu sein – das ist für Anna-Maria Meier das Besondere des Jugendaustausches mit Ramat Hasharon.