Reibekuchen für den guten Zweck Schüler unterstützen Tafel in Georgsmarienhütte

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Georgsmarienhütte. Über 70 Schüler der Klassen fünf bis zehn engagieren sich in der Schülerfirma „Coole Schule“ der Sophie-Scholl-Schule in Georgsmarienhütte. In Kooperation mit der AWO-Jugend Alt-Georgsmarienhütte verteilten ausgewählte Schüler Reibekuchen mit warmen Apfelmus an die Kunden der Osnabrücker Tafel am Standort Georgsmarienhütte.

Seit über zwölf Jahren bestünde die Schülergenossenschaft „Coole Schule“ schon, erklärte Thomas Hamm, Lehrer an der Sophie-Scholl-Schule und Projektleiter der Schülerfirma. Die Schüler engagieren sich für verschiedene Projekte, dessen Ziele es sind Wirtschaftswissen zu vermitteln, eigenverantwortliches und selbstständiges Handeln der Schüler zu fördern sowie die Teamfähigkeit zu steigern.

Besondere Überraschung

Die Schüler, die der Schülerfirma und gleichzeitig der AWO-Jugend angehören, verteilten am Montag Reibepfannkuchen an die Kunden der Tafel. „Es war eine ganz besondere Überraschung für uns“, freute sich Lisa Igelbrink von der Georgsmarienhütter Tafel. Bis zu 200 Kunden holen sich hier jeden Montag Lebensmittel. Mit Teig für 300 Pfannkuchen und 70 Liter selbst gemachten Apfelsaft waren die Schüler also gut ausgerüstet. Ralf Ingenpass, betreuender Lehrer der AWO-Jugend und der „Coolen Schule“ erklärte: „Die Schüler spenden jedes Jahr einen Teil ihres Gewinns, den sie an ihrem Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Alt-Georgsmarienhütte und in Oesede einnehmen.“ Die betreuenden Lehrer setzen sich mit den abteilungsleitenden Schülern der Schülerfirma zusammen und besprechen, wen sie mit dem erwirtschafteten Geld unterstützen wollen. „Die Wahl fiel erneut auf die Tafel, die direkter Nachbar der Sophie-Scholl-Schule ist“, erklärte Hamm. Schon Jahre zuvor spendete die Schülerfirma und die AWO-Jugend Lebensmittel, Spielsachen, Weihnachtskarten oder selbst gemachten Apfelsaft an die Georgsmarienhütter Tafel.

Bewusstsein der Schüler fördern

Da die Schüler im Kontakt mit Lebensmitteln stehen, absolvierten sie eine Hygieneschulung beim Landkreis Osnabrück. „Hygiene ist uns besonders wichtig. Deswegen sollten die Schüler lernen, wie sie mit dem austeilen der Lebensmittel umgehen“, sagte Hamm. Die Projekte der Schülerfirma finden vor allem außerhalb des Unterrichtes statt und sind freiwillig. „Die Kinder und Jugendlichen bekommen für ihre Hilfe eine Aufwandsentschädigung.“ Diese werde allerdings nicht für private Zwecke ausgegeben, sondern für die gemeinsamen Klassenfahrten gespart, erklärte der Projektleiter. „Mit dem Projekt möchten wir natürlich in erster Linie den Menschen helfen und ihnen eine Freude bereiten.“

Zusätzlich sollen die Schüler ein Bewusstsein dafür bekommen, was es für Menschen bedeutet, diese Hilfe zu bekommen. „Sie lernen, was es bedeutet, sich beispielsweise keine Lebensmittel kaufen zu können.“ Ein weiteres Ziel sei es, den Jugendlichen nachhaltiges Wirtschaften beizubringen. „Die sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Aspekte fließen bei unseren Projekten zusammen.“


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