Lebendige Krippe in Oesede Krippenspiel mit zwei echten Eseln auf dem Weihnachtsmarkt

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sarr Georgsmarienhütte. Eine echte Premiere findet am Samstag auf dem Oeseder Weihnachtsmarkt statt: Die Abteilung Jugendwerkstatt der Bildungswerkstatt Georgsmarienhütte hat eine große Krippe mit Umzäunung gebaut, in der Schüler der Comeniusschule die Weihnachtsgeschichte darstellen, während Lektoren und Pfarrer Rainer Kloppenburg diese vorlesen. Als besondere Gäste mit dabei: Die Esel Ellis und Louis von Annegret Vorwald.

Ordentlich was los war am Freitagmorgen am Stall der großen Krippe auf dem Weihnachtsmarkt in Oesede: 14 Sechst- und Siebt-Klässler der Comeniusschule mit ihren Lehrern, eine Abordnung der Abteilung Jugendwerkstatt der Bildungswerkstatt Georgsmarienhütte, die Lektorinnen Anni Riedmann und Christine Stühlmeyer der Gemeinde Peter und Paul sowie Pfarrer Rainer Kloppenburg, Katharina Hummert von der Stadt Georgsmarienhütte und Bürgermeister Ansgar Pohlmann trafen sich zur Generalprobe der „Lebendigen Krippe“, die es am Samstag und Sonntag erstmals auf dem Georgsmarienhütter Weihnachtsmarkt zu sehen gibt.

Esel begeistern Schüler

Zwei fehlten zunächst noch die Esel. Als Annegret und Johanna Vorwald mit den Eseln Ellis und Louis über den Parkplatz auf die Krippe zu kamen, wurden die Kinder ganz hibbelig: „Die Esel, da kommen die Esel“, riefen sie aufgeregt, während die Langohren unbeeindruckt näher trappelten. Zuvor hatten Elvis (12) und Janina (13), die am Sonntag Maria und Josef spielen, berichtet: „Am schwersten ist, es gleich nebeneinander zu gehen.“ Und die Hirtinnen Leonie (11) und Lee (11) freuten sich schon, „auf die Tiere aufzupassen“.

Gemeinschaftsprojekt Weihnachtsgeschichte

Bürgermeister Ansgar Pohlmann hingegen freute sich darüber, dass die „lebendige Krippe“ ein Gemeinschaftsprojekt ist. „Uns ist wichtig, dass der Weihnachtsmarkt auch mit der Geschichte über Jesus Geburt zu tun hat - ohne die gäb es diese Zeit nicht“, so Pohlmann weiter, und Pfarrer Rainer Kloppenburg ergänzte: „Wir machen mit, weil das unser ureigenstes Thema ist.“

Generalprobe läuft

Die beiden Lektorinnen der katholischen Gemeinde lasen inzwischen die Weihnachtsgeschichte aus der Kinderbibel vor. Die Schüler probten dazu unter Anleitung von Hummert und ihren Lehrern, und die Esel nutzten die Gelegenheit, das Stroh der Krippe zu probieren. Der erste Durchlauf der Generalprobe endete mit den Worten: „Egal, ob ihr Christen seid oder keine, Muslime Juden.“

Die Krippenbauer berichten

Neben einigen Passanten, die stehen blieben, um das ungewöhnliche Treiben zu beobachten, schauten auch Julian (15) und Theo (16) von der Bildungswerkstatt mit ihrem Praxisanleiter Thomas Sautermann zu. Gemeinsam mit weiteren sechs Kollegen haben die Jungs innerhalb von vier Wochen den Krippenstall, die Krippe für das Jesuskind und einen Zaun gebaut. „Das mit dem Zaun war meine Idee“, so Theo stolz. Allerdings sei es sehr anstrengend gewesen, die einzelnen Zaunelemente mit Kokosseilen zusammen zu binden: „Der Zaun darf ja nicht zusammenbrechen“, erklärte Theo, und Sautermann fügte hinzu: „Zusätzlich zu den Kokosseilen sind Rubinien- und Haselnussholz sowie Stroh zum Einsatz gekommen. Denn wir wollten möglichst natürlich Materialien nehmen.“

Das Krippenstück der Schüler und Lektoren mit den zwei Eseln beginnt am Samstag, 9. Dezember, und am Sonntag, 10. Dezember, jeweils um 15.30 Uhr. Eine zweite Vorstellung gibt es am Samstag um 17.30 Uhr. Am Sonntag kommt um 17.30 Uhr der Nikolaus auf den Weihnachtsmarkt, und die lebendige Krippe „erwacht“ direkt im Anschluss, gegen 17.45 Uhr.


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