Mehr Sicherheit im Bus Zertifikate für 18 GMHütter Buslotsen

Von Petra Pieper

Ein neuer Jahrgang ausgebildeter Buslotsen will bei Problemen im Bus oder an der Haltestelle hinschauen, nicht wegschauen. Foto: Petra PieperEin neuer Jahrgang ausgebildeter Buslotsen will bei Problemen im Bus oder an der Haltestelle hinschauen, nicht wegschauen. Foto: Petra Pieper

Georgsmarienhütte. In einem schulübergreifenden Projekt wurden 18 Schüler der benachbarten Schulen Comeniusschule, Realschule und Gymnasium Oesede zu Buslotsen ausgebildet. Als Vorbilder sollen sie couragiert für mehr Ruhe und Sicherheit an Haltestellen und in Bussen sorgen.

Drei Vormittage investierten die freiwilligen Teilnehmer – zwölf Mädchen und sechs Jungen aus den Jahrgängen 8 und 9 – in den Lehrgang, der von Buslotsentrainern der Stadtwerke Osnabrück angeboten wurde. Basierend auf einem Konzept der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS), die das Projekt auch finanzierte, und der Polizeiinspektion Osnabrück, schulten Ralf Haunhorst und Andreas Merkmeyer die Jugendlichen darin, kritische Situationen zu erkennen und nach Möglichkeit zu entschärfen.

Theorie und Rollenspiele

Am ersten Tag setzen sich die Schüler theoretisch und in Rollenspielen mit dem Thema Gewalt auseinander und entwickelten erste Leitsätze, wie sie mit schwierigen Situationen umgehen wollen. Drängelnde, rempelnde oder streitende Mitschüler sowie Schüler, die sich mit den Füßen auf Sitze lümmeln oder den Bus verunreinigen, sind häufige Probleme. Wie sie in solchen Konfliktsituationen reagieren können, trainierten die Teilnehmer auch bei zwei weiteren Treffen bei den Stadtwerken Osnabrück. Rollenspiele in Bussen kamen der Realität schon sehr nahe. Geübt wurden aktives Zuhören sowie körper- und verbalsprachliche Kommunikationstechniken in eskalierenden Situationen sowie Unterstützung für hilfsbedürftige Mitfahrer. Zudem gab es eine Besichtigung der Stadtwerke und Informationen zum Thema toter Winkel bei Lkw.

„Es geht vor allem darum, dass ihr Vorbilder seid und andere auf Fehlverhalten aufmerksam macht, dass ihr im Team vorgeht und euch nicht selbst in Gefahr bringt“, fasste Haunhorst anlässlich eines abschließenden Feedbacks mit den Schülern die Grundsätze des Handelns zusammen.

Lob der Schulleiter

Zur Verleihung der Teilnahmezertifikate und Ausweise kamen auch die drei Schulleiter, die das bereits zum 7. Mal stattfindende Projekt und die damit verbundene Kooperation untereinander würdigten: „Buslotsen sind für Sicherheit und friedlichen Umgang miteinander äußerst wertvoll“, unterstrich Andreas Viehoff von der Comeniusschule und der schulübergreifende Ansatz trage zum gegenseitigen Verstehen bei. Realschulleiter Berthold Aulenbrock lobte das ehrenamtliche Engagement der Schüler als „Stellschraube für das gesellschaftliche Zusammenleben“, und Ulrich Schimke vom Gymnasium Oesede machte darauf aufmerksam, dass die Teilnehmer, wenn sie erleben, dass sie mit ihrem Verhalten etwas bewirken, sich in ihrer Persönlichkeit weiterentwickeln werden.

Die Schulleiter dankten den Trainern und den begleitenden Lehrkräften Antje Schulte-Langenkamp, Edgar Spata und Schulsozialarbeiterin Margit Spreckelmeyer sowie den Präventionsbeauftragten der Polizei, Sandra Middelberg und Torsten Block.