Vorlesetag mit Sendungsbewusstsein Landrat Lübbersmann las an der Comeniusschule GMHütte


Georgsmarienhütte. Aus Daniel Defoes Klassiker „Robinson Crusoe“ las Landrat Michael Lübbersmann am Freitag, dem bundesweiten 14. Vorlesetag, Kindern an der Comeniusschule vor.

Für die Schüler der beiden 6. Klassen der Förderschule Lernen war der Besuch des Gastes eine willkommene Abwechslung im Alltag, für den Verwaltungschef des Landkreises nicht minder. Er habe viel Freude an den Vorleseterminen, erklärte Lübbersmann, der regelmäßig am Vorlesetag in eine Schule oder andere Einrichtung geht. Und ihn treibe auch ein gewisses „Sendungsbewusstsein“: In Zeiten des Smartphones und anderer elektronischer Medien komme das Vorlesen häufig zu kurz. Dabei bilde sich gerade beim Selberlesen oder Zuhören die Phantasie, die Vorstellungskraft ganz anders aus als etwa bei fertig präsentierten Bildern in Filmen. Zudem sei Lesen eine unentbehrliche Grundfertigkeit für Leben und Bildung. Er empfehle allen Eltern, ihren Kindern schon früh und regelmäßig vorzulesen und bei ihnen die Begeisterung fürs Lesen zu wecken. Mehr aus Georgsmarienhütte im Netz  

Spannung und Konzentration

Dem stimmte Schulleiter Andreas Viehoff gerne zu: „Wir begrüßen es sehr, wenn Eltern sich diese Zeit für ihre Kinder nehmen.“ Man habe ja bei der Vorlesestunde beobachten können, wie entspannt und konzentriert lauschend die Kinder der Geschichte gefolgt seien, wie sie in die phantastische Welt Robin Crusoes „abgedriftet“ seien. Für den Schulleiter stand der „Symbolcharakter“ des Buches im Vordergrund: „Wir leben hier auch wie auf einer Insel und wissen nicht, wie es weitergeht“, brachte er dem Landrat die Sorge um den Fortbestand der Förderschule in Erinnerung.

Die Auswahl der Lektüre, übrigens in sogenannter „leichter Sprache“, ging auf die beiden Klassenlehrerinnen Margret Roling-Burke und Judith Schlegel zurück. In einer kurzen Einführung setzten sie den Rahmen für die immerhin fast 300 Jahre alte Abenteuer-Erzählung und verwiesen auch auf Verfilmungen, die vielen Schülern bekannt waren. Andere hatten das Buch schon gelesen. Dennoch hörten alle sehr aufmerksam zu, wie Robinson aus seiner Alltagswelt flieht, auf einem Schiff anheuert und sich schließlich als Schiffbrüchiger in der Wildnis zu helfen weiß.

Unterstützung

Nachdem er ein paar Kapitel vorgelesen hatte, bat Lübbersmann die Schüler, ob sie ihn nicht ablösen könnten. Und tatsächlich fand er sehr gute Unterstützung in den beiden Vorleserinnen Alliyah und Leana. Der Pausengong unterbrach den Ausflug in die fremde Welt. Aber der Rest des Buches soll in den nächsten Tagen weiter vorgelesen werden.


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