100 neue Möglichkeiten „Bibliothek der Dinge“ in GMHütte eröffnet

Mehr als nur Bücher: Beate-Maria Zimmermann, Vorstandsvorsitzende Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte, Cindy Wimschulte von der Jugendbibliothek und Christoph Höwekamp, Leiter der Stadtbibliothek, zwischen all den Dingen, dei man sich in der GMHütter Stadtbibliothek zukünftig ausleihen kann. Foto: Stadtbibliothek GMHütteMehr als nur Bücher: Beate-Maria Zimmermann, Vorstandsvorsitzende Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte, Cindy Wimschulte von der Jugendbibliothek und Christoph Höwekamp, Leiter der Stadtbibliothek, zwischen all den Dingen, dei man sich in der GMHütter Stadtbibliothek zukünftig ausleihen kann. Foto: Stadtbibliothek GMHütte

Georgsmarienhütte. Darf es ein bisschen mehr sein? Vielleicht ein Bluray-Player? Oder ein GPS-Empfänger? Wie wäre es mit einer Bibliothek mit mehr als nur Büchern? In GMHütte gibt es diese „Bibliothek der Dinge“. Die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte hat die Einrichtung in der Stadtbibliothek mit 4250 Euro unterstützt.

Die Idee zur Bibliothek der Dinge entstand bereits vor einem Jahr und beruht auf dem gleichen Prinzip wie die Ausleihe von Medien: Sachen, die man nur selten oder einmalig benötigt, können ausgeliehen werden. So eröffnet eine „Bibliothek der Dinge“ neue Bereiche für Bibliotheken. Gleichzeitig wird allen Menschen Zugang zu neuen technischen Entwicklungen gegeben. Außerdem ist es das Ziel, Kreativität, Experimentierfreude und Entdeckungssinn zu fördern.

Große Nachfrage

„Wir erleben eine große Nachfrage von anderen Bibliotheken nach unserem Konzept“, so Bibliotheksleiter Christoph Höwekamp. In Rheinland-Pfalz wurde das Konzept bereits auf einer Bibliothekskonferenz vorgestellt und auch für das nächste Jahr ist in GMHütte ein Austausch mit Kollegen aus Niedersachsen geplant. Höwekamp rechnet damit dass ähnliche Angebote in wenigen Jahren weit verbreitet sein werden. Gegenwärtig nehmen die GMHÜtter aber bundesweit eine Vorreiterrolle ein. Ähnliche Angebote gibt es bislang nur in größeren Städten wie Berlin oder Köln.

„Wir sind der Stiftung daher sehr dankbar, dass Sie uns ermöglich haben, mit so vielen „Dingen“ zu starten“, so Jugendbibliothekarin Cindy Wimschulte. Mehr als 100 verschiedene Dinge in vier Kategorien werden gegenwärtig für eine Ausleihe vorbereitet.

In der Kategorie „Bewegte Stadt“ stammen diese vor allem aus dem Bereich Freizeit und Sport. „Moderne Zeit“ deckt den Bereich Digitalisierung und Technik allgemein ab. Hier finden sich beispielsweise auch die schon länger ausleihbaren Produkte wie e-Book-Reader, Ting- und TipToi-Stifte wieder. Neu hinzugekommen sind Tonies-Hörboxen oder ein Blu-ray-Player.

In der Kategorie Forschen und Entdecken finden sich Dinge aus dem Bereich „Makerspace“ wieder, also bespielsweise Raspberry Pi oder Calliope mini. Abgerundet wird die Bibliothek der Dinge mit „Ich packe meinen Koffer“: In diesem Bereich finden sich fertig gepackte Themenkoffer. Einerseits sind dies Erinnerungskoffer für die Seniorenarbeit und andererseits Erzählkoffer für Kindergärten oder Geburtstage.

Maßgeschneidert

Mit diesen Angeboten richtet sich die Bibliothek mit maßgeschneiderten Angeboten auch verstärkt an Institutionen. Beispielweise gibt es hier zu beliebten Büchern oder Figuren Koffer, die bepackt mit Plüschtieren, DVDs, CDs und Büchern sind oder fertige Konzepte zu Themen wie Verkehrserziehung oder Musik enthalten.