Starke Netzwerke Bund fördert GMHütter Programm für Flüchtlingsfamilien

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Georgsmarienhütte. Mit rund 150.000 Euro fördert das Bundesfamilienministerium das Modellprogramm „Starke Netzwerke – Elternbegleitung für geflüchtete Familien“ in Georgsmarienhütte. Damit ist die Weiterarbeit des bereits gestarteten Integrations-Projekts ‚Join!‘ und weiterer Fördermaßnahmen im Familienzentrum St. Marien finanziell bis Ende 2020 gesichert.

Freude über den positiven Förderbescheid herrschte bei den Netzwerkpartnern Katholische Familienbildungsstätte (FaBi) Osnabrück, Familienzentrum St. Marien, Oesede, und Stadt Georgsmarienhütte wie bei den Flüchtlingsfamilien gleichermaßen. „50 Standorte bundesweit werden in dem Drei-Millionen-Euro-Programm berücksichtigt, davon fünf in Niedersachsen“, hob Fabi-Fachbereichsleiterin Sabine Schmidt hervor, die gemeinsam mit Familienzentrumsleiterin Claudia Rohlauf und der städtischen Flüchtlingsbeauftragten Susanne Häring als Ansprechpartnerin für das Projekt fungiert. Vierte im Bunde ist seit Kurzem Sozialpädagogin Maurin Boßling, die bei der Umsetzung vieler Projektbestandteile aktiv sein wird.

Weiterlesen: Bundesmodellprogramm „Starke Netzwerke Elternbegleitung für geflüchtete Familien“

Hilfe beim Ankommen

Zur Auftaktveranstaltung im Familienzentrum St. Marien waren zahlreiche Verantwortliche aus Stadt, Kirchengemeinde und Bildungsinstitutionen wie Stadtbibliothek oder Kunstschule eingeladen. „Kommen Sie miteinander ins Gespräch“, forderte Claudia Rohlauf die Gäste auf. Es gehe darum, die geflüchteten Familien beim „Ankommen“ zu unterstützen und sie „früh für Bildung zu gewinnen“.

Die verschiedenen „Integrations-Bausteine“ des Netzwerk-Projekts beinhalten unter anderem das bereits erfolgreich gestartete Projekt Familien treffen auf Familien ‚Join!‘, das nun fortgeführt wird. Eltern und Kinder, die schon länger hier leben, treffen sich in regelmäßigen Abständen mit Flüchtlingsfamilien. Im gemeinsamen Spiel und auf Ausflügen wie jüngst auf einen Bauernhof, beim Kochen und Essen entstehen Kontakte und gute Nachbarschaft. „Ich habe schon viele Menschen und die wichtigsten Gebäude der Stadt kennengelernt“, bestätigte dazu Parisa Yarmohamadi, die mit ihrem Mann und drei Kindern an ‚Join!‘ teilnimmt.

„Minitreff“

Ebenfalls bereits angelaufen ist der offene „Minitreff“ der Krippe. Hier bietet eine Erzieherin pädagogische Beratung für die Eltern an, während die Kinder spielen können. Das Programm „Griffbereit“ richtet sich ebenfalls an Eltern von Kleinkindern bis drei Jahre, allerdings an eine feste Gruppe, die sich regelmäßig trifft. Die Kinder werden in ihrer Muttersprache gestärkt und lernen spielerisch die deutsche Sprache. Gleichzeitig erhalten die Eltern Anregungen für die Förderung ihrer Kinder.

Mit dem Konzept „Rucksack KiTa“, das in den Kindergartengruppen stattfindet, soll die Mehrsprachigkeit der Kinder gefördert werden. Im Oktober startet zudem das Modul „Großer Löwe – starke Maus“, in dem Vorschulkinder und ihre Eltern beim Übergang vom Kindergarten in die Schule unterstützt und kulturelle Unterschiede thematisiert werden.

Qualifizierung

Und schließlich wird für ehrenamtliche Familienpaten eine Qualifizierung angeboten, bei der rechtliche Fragen geklärt werden oder Hintergrundwissen vermittelt wird. „Die kollegiale Beratung dient der Stabilisierung und Unterstützung Ehrenamtlicher in belastenden, unklaren Situationen ihrer Tätigkeit“, erläuterte Sabine Schmidt.

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„Lassen Sie uns in den kommenden drei Jahren viele tolle Programme miteinander auf den Weg bringen“, baten die Projektverantwortlichen und luden alle Kinder und Erwachsenen ein, zum Projektstart 75 Luftballons mit bunt ausgemalten Absenderkarten in den blauen Himmel aufsteigen zu lassen.


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