Gerätewagen kommen nicht aus Garage Baustelle versperrt Zufahrt der Malteser in GMHütte


Georgsmarienhütte. Eine Baustelle hat die Zufahrt zur Garage der Malteser in Georgsmarienhütte versperrt. Die Gerätewagen des Hilfsdienstes konnten zeitweise die Garage nicht verlassen.

Zwei Gerätewagen und ein Beleuchtungsanhänger befinden sich in der Garage des Malteser Hilfsdienstes in Georgsmarienhütte. Der Hilfsdienst rückt bei Einsätzen aus, bei denen es mehr als 15 Verletzte gibt. Ein Missverständnis über eine Baustelle direkt vor der Garage, die am Montag in Angriff genommen wurde, sorgte allerdings dafür, dass die Fahrzeuge zeitweise nicht aus der Garage rausgefahren werden konnten.

Stromanschluss für Gerätewagen erforderlich

„Ein Mitarbeiter der ausführenden Firma hat uns am vergangenen Donnerstag darüber informiert, dass am Montag die Baustelle startet und die Halle mit den Fahrzeugen geräumt werden muss“, sagt der stellvertretende Einsatzführer der Malteser in Georgsmarienhütte, Michael Schulze, im Gespräch mit unserer Redaktion am Dienstag. Daraufhin ging Schulze noch am selben Tag zum Tiefbauamt der Stadt Georgsmarienhütte und bat um einen Aufschub der Baustelle. „Wir konnten die Halle nicht bis Montag räumen, da sich in den Fahrzeugen medizinische Geräte befinden und diese an die Stromversorgung angeschlossen sein müssen“, erklärt Schulze. Zwischen 12 und 24 Stunden können die Geräte ohne Strom auskommen. Außerdem ist der Geräteraum eines Fahrzeuges nicht abschließbar. „Das Tiefbauamt hat uns versichert, dass die bauausführende Firma informiert worden ist und der Start der Baustelle verschoben wird“, sagt Schulze.

„Missverständnis zwischen Baufirma und Anliegern“

Am Montag musste sich der Hilfsdienst allerdings eines besseren belehren lassen, denn die Baustelle war in vollem Gang. „Vor der Halle grub ein Bagger zuerst 40 und dann 80 Zentimeter aus“, sagt Schulze. Das Problem: Die Gerätewagen befanden sich in der Garage und konnten somit nicht raus.

Die Stadt Georgsmarienhütte bestätigt den Vorfall auf Anfrage unserer Redaktion. „Es gab ein Missverständnis zwischen der ausführenden Firma und den Anliegern“, sagt ein Sprecher der Stadt. Die Angelegenheit konnte allerdings bereits am späten Dienstagnachmittag geklärt werden. Der Graben wurde mit Schotter aufgefüllt, sodass die Fahrzeuge die Halle verlassen konnten. Nach Angaben des stellvertretenden Einsatzführers wurde ein Fahrzeug am Bauhof der Stadt Georgsmarienhütte untergebracht. Das zweite Fahrzeug wurde im oberen Bereich der Malteser-Dienststelle abgestellt und mit einem provisorischen Stromanschluss versehen.

Wäre ein Ernstfall eingetreten, hätte das Personal der Malteser mit einem Kleinbus ausrücken müssen. „Dieser hat allerdings keine Sondersignale wie zum Beispiel ein Blaulicht“, sagt Schulze. Nach Angaben der Stadt könne die Baufirma außerdem dafür sorgen, dass die Gerätewagen die Garage verlassen können. Verärgert ist Schulze dennoch nicht über die Stadt. „Fehler können immer passieren, und man hat uns seitens der Stadt schnell Hilfe zugesichert.“


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