Neunmal die Note „vorzüglich“ Harderberger Kaninchenzüchter feiern doppeltes Jubiläum

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Seit 50 Jahren gibt es erfolgreiche Zuchtarbeit beim Verein I.119 Harderberg. Zusammen mit dem Bissendorfer Verein I.85 wurde am Wochenende die 50. Lokalschau und die 10. Gemeinschaftsschau veranstaltet. Foto. Horst TroizaSeit 50 Jahren gibt es erfolgreiche Zuchtarbeit beim Verein I.119 Harderberg. Zusammen mit dem Bissendorfer Verein I.85 wurde am Wochenende die 50. Lokalschau und die 10. Gemeinschaftsschau veranstaltet. Foto. Horst Troiza

GMHütte. Über ein doppeltes Jubiläum konnte sich der Kaninchenzuchtverein I.119 Harderberg am Wochenende freuen. Zum einen war es die 50. Lokalschau, die der Verein veranstaltete und gleichzeitig die 10. Gemeinschaftsschau mit den Züchterkollegen vom Verein I.85 aus Bissendorf.

Es war ein Wochenende zum Feiern. Nicht nur die beiden Jubiläen waren es, die für frohe Miene beim Harderberger Vereinsvorsitzenden Heinz-Dieter Flore sorgten, sondern auch das Abschneiden vor den Preisrichtern. „Die Preisrichter haben nicht weniger als neun Mal die Note vorzüglich, die beste zu erreichende, gegeben. Das ist schon eine Auszeichnung“, berichtete er Ansgar Pohlmann, der als Bürgermeister die Schirmherrschaft über die 50. Lokalschau übernommen hatte.

Rundgang mit dem Bürgermeister

Pohlmann überzeugte sich während seines Rundgangs durch die Schau von der hervorragenden Qualität der Zucht. „Die Tiere sind wirklich schön anzusehen, das muss ich selbst als Laie gestehen“, zollte er Anerkennung. Vereinsmeister wurden im Jubiläumsjahr Frank Klöntrup und sein Sohn René, die mit einem Weiß-Rex Rotaugen auch den Titel „Bestes Tier der Schau“ errangen sowie den Landesverbandsehrenpreis. Klaus Schüttpelz erhielt den Kreisverbandsehrenpreis für Deutsche Kleinwidder wildfarbig.

Goldenen Verbandsehrennadel

Im Anschluss zeichnete der Bürgermeister gemeinsam mit Franz Hollermann vom Kreisverbandsvorstand Klaus Schüttpelz und Werner Gans für 40-jährige Mitgliedschaft mit der Goldenen Verbandsehrennadel aus. Albert Brömmelhaup, I.85-Vorsitzender, verlieh seinem Vereinsmitglied Christian Hammer die Silberne Nadel für 25 Jahre Treue.Die Zuchtschau profitierte vom sonnigen Wetter.

Reger Besuch

An beiden Tagen herrschte reger Besuch im Volks- und Schützenhaus Malbergen, wo der Verein nun eine neue Heimstatt gefunden hat, nachdem er aus dem DRK-Heim in Oesede weichen musste, weil dort Flüchtlinge untergebracht wurden. Heute zählt I.119, der 1967 gegründet wurde, noch 25 Züchter. „Genügend, um als Verein bestehen zu können“, erklärte Ausstellungsleiter Frank Klöntrup. Da sieht es bei den Bissendorfer Kollegen anders aus. Er hätte wegen Mitgliedermangel fast aufgeben müssen, kann aber wegen der Kooperation mit dem Harderberger Verein seine Tiere weiter auf der Gemeinschaftsschau vorstellen.


Lange waren Rassekaninchen ein Wirtschaftsfaktor, nicht nur die Nutzung des Fleisches, auch die Felle spielten in Deutschland eine wichtige Rolle. Und wo gezüchtet wird, bilden sich Verbände. Der Zentralverband Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter (ZDRK) ist die größte Dachorganisation von Rassekaninchenzüchtern in Deutschland. Seine Wurzeln reichen ins das Jahr 1948 zurück. Neben dem ZDRK existiert der 1892 gegründete, deutlich kleinere Bund Deutscher Kaninchenzüchter. Die für Nichtzüchter merkwürdige Bezeichnung der Vereine ergibt sich aus dem Tätokennzeichen des jeweiligen Landesverbandes plus der Vereinsnummer. Das I steht für den Landesverband Weser-Ems des ZDRK, der aus acht Kreisverbänden mit 128 Kaninchenzuchtvereinen und rund 5800 Mitgliedern besteht. Am 20. und 21. Januar .2018 findet die 70. Landesverbandsschau Weser-Ems in der Ostfrieslandhalle in Leer statt.

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