Auftanken mit einem Lachen Humorvoller „Dankeschön-Abend“ für Besuchsdienst

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Es darf auch mal kindlich-humorvoll sein: Clownin Elaisa Schulz (rechts) nimmt gerne Schnuffi, den rosa Handtaschen-Hund, mit zu Besuchen. Foto: Petra RopersEs darf auch mal kindlich-humorvoll sein: Clownin Elaisa Schulz (rechts) nimmt gerne Schnuffi, den rosa Handtaschen-Hund, mit zu Besuchen. Foto: Petra Ropers

Georgsmarienhütte. Zum Geburtstag verschenken sie ihre Zeit und Aufmerksamkeit, meist ein kleines Präsent und immer auch ein Lächeln. Jetzt standen die Mitarbeiter der Besuchsdienste im Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte selbst einmal im Mittelpunkt.

Fast 50 Ehrenamtliche folgten am Dienstag der Einladung zum „Dankeschön-Abend“ in das Gemeindehaus der Auferstehungskirche in Kloster Oesede. „Wir bauen seit zwei Jahren Strukturen auf, die dazu beitragen sollen, Ehrenamtliche auf unterschiedlichen Ebenen zu stärken“, erklärte Cornelia Poscher, Freiwilligenmanagerin des Kirchenkreises. Der Abend mit Referentin Elaisa Schulz, Clownin und Theaterpädagogin aus Bielefeld, bot ihnen deshalb neben hilfreichen Tipps für die Besuchsdienstarbeit auch Gelegenheit, in entspannter Atmosphäre aufzutanken und dabei einfach mal herzhaft zu lachen.

Humor als Würze für Besuchsdienst

„Humor ist das Salz des Lebens“, überschrieb Elaisa Schulz ihren ebenso amüsanten wie praxisnahen Vortrag. Doch ist er auch die richtige Würze für den Besuchsdienst? Lisa Görlich, Kreisbeauftragte für die Besuchsdienstarbeit im Kirchenkreis, ist davon überzeugt: „Freude zu bringen, ist schließlich wesentlicher Teil der Arbeit.“ Gerade der Geburtstag sollte ein Tag der Freude sein. Doch allzu oft erwartet vor allem ältere Menschen anstelle von guten Wünschen nur Stille.

Umso mehr schätzen sie ein nettes Lächeln und ein wenig Aufmerksamkeit von den Ehrenamtlichen ihrer Kirchengemeinde. „Die älteren Menschen freuen sich sehr, wenn jemand kommt“, stellt Marion Strubberg vor allem bei jenen immer wieder fest, die im Alter alleine leben. Sie selbst engagiert sich seit zehn Jahren in der Kirchengemeinde Achelriede im Besuchsdienst. „Wir werden ja auch einmal älter. Und vielleicht freuen wir uns dann ebenso über Besuch“, begründet sie ihren Einsatz.

In 19 von 21 Gemeinden des Kirchenkreises ist der Besuchsdienst bereits fest etabliert. In Holte startete die Arbeit vor sieben Jahren. Und seither sind auch Monika Meese, Iris Möllering und Rainer Scheidemann dabei. Ein Dokument, um sich auszuweisen, wie es in Achelriede üblich ist, brauchen sie nicht. Man kennt sich in Holte. Und so kam der Anstoß zum Aufbau eines Besuchsdienstes auch von den Senioren selbst. Seither möchte Monika Meese die Arbeit nicht mehr missen: „Das ist sehr bereichernd. Und man erfährt auch viel von früher.“

Einfach mal zuhören

Nicht immer bleibt es im Gespräch bei den leichten Themen. Denn manchmal wünschen sich die älteren Gemeindemitglieder nichts mehr, als endlich einmal jemandem ihr Herz ausschütten zu können. „Oft hilft es schon, einfach nur zuzuhören“, weiß Iris Möllering. Einfühlungsvermögen, Kontaktfreude und die Fähigkeit, mit offenem Herzen zuzuhören, zählen deshalb zu den wichtigsten Anforderungen an die Ehrenamtlichen.

Mindestens ebenso wichtig ist für Elaisa Schulz allerdings der Humor. Sie selbst hat sich eine gute Portion kindlicher Spielfreude erhalten, die sie gerne mit zu alten und kranken Menschen nimmt. Zwar muss nicht jeder gleich mit einem Seifenblasen-Teddy oder mit Schnuffi, dem rosa Handtaschen-Hund, zum Geburtstagsbesuch aufbrechen. Ein Lächeln sollte jedoch immer dabei sein. Denn das ist oft kostbarer als jedes Geschenk.


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