Streit um B-51-Umleitung geht weiter Kreis: Ausweichstrecke über Borgloher Straße hat sich bewährt

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Während der Umleitung gilt nur im Bereich zur B-51-Einmündung Tempo 50 auf der Borgloher Straße. Foto: Jörn MartensWährend der Umleitung gilt nur im Bereich zur B-51-Einmündung Tempo 50 auf der Borgloher Straße. Foto: Jörn Martens

Georgsmarienhütte. Das Verwaltungsgericht dürfte in Kürze über die Klage von Anwohnern der Borgloher Straße (K333) gegen die an ihren Häusern vorbeiführende Umleitung wegen der B-51-Sperrung entscheiden. Trotz Nachbesserungen des Kreises wie einer teilweisen Tempo-50-Regelung sind die Standpunkte aber unverändert.

Aus Kreis-Sicht hat sich die „jetzt wieder ausgeschilderte Ausweichstrecke“ bei den bisherigen B-51-Sperrungen im Bereich Bad Iburg bewährt. Kreissprecher Burkhard Riepenhoff: „Eine frühere Umleitung des Verkehrs über die BAB 30/33, wie sie von den Anwohnern gefordert wird, kann und darf nicht ausgeschildert werden, da nicht alle Verkehrsteilnehmer die Autobahn befahren dürfen und außerdem die derzeitigen Bauarbeiten und Teilsperrungen eine Umleitung nicht zulassen.“

Kreis: Andere Situation bei Kaffeehäusern

So sei zum Beispiel die Ausfahrt Richtung Bielefeld im Osnabrücker Südkreuz derzeit gesperrt. Eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf Tempo 50 auf ganzer Länge des betroffenen Abschnitts der K333 – zwischen B51, ab Herrenrest/Borgloher Straße und K331/Wellendorfer Straße – ist für den Landkreis „unverhältnismäßig“ und „nicht notwendig“. Weite Bereiche seien hier unbebaut und das Fußgänger- beziehungsweise Radfahreraufkommen „sehr gering“.

Burkhard Riepenhoff: „Auf Anregung des Fachdienstes Straßen im Kreishaus wurde die Situation im Bereich der Bebauungen nochmals geprüft und zum Teil Tempo 50 und ein Überholverbot angeordnet.“ Im Bereich der Siedlung „Kaffeehäuser“ stelle sich die Situation aber anders dar, da die Straße hier übersichtlicher sei und sich hier an der dortigen Bushaltestelle ein Gehweg (Radfahrer frei) befinde. Die K331 stelle zwar eine weitere Umleitungsmöglichkeit dar. Bei dieser Verkehrsführung wären aber „deutlich mehr Anwohner betroffen“.

Olbricht: Prüfen, ob generell Tempo 50 sinnvoll

Das GMHütter Kreistagsmitglied Jutta Olbricht (SPD) unterstützt die Forderungen der Anwohner: „Die Betroffenen ziehen an einem Strang, um mehr Sicherheit und weniger Gesundheitsbeeinträchtigung durch Straßenlärm zu erreichen.“ Hinsichtlich der Umleitung werde im Kreishaus Tempo 50 an allen Siedlungsstellen der Borgloher Straße abgelehnt, da sich an den Kaffeehäusern ein Rad-/Fußweg befinde und die Gefährdung anders bewertet werde. Olbricht: „Es ist zu prüfen, ob hier nicht generell Tempo 50 sinnvoll ist.“ Zuständig sei hier die Stadt.


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