Wenn die Friteuse brennt Flüchtlinge besuchten Feuerwehr Alt-Georgsmarienhütte

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Georgsmarienhütte. Fett- und Staubexplosion, technische Hilfeleistung bei einem verunglückten Pkw und Wasserspritzen für die Kinder – die Ortsfeuerwehr Georgsmarienhütte bot das volle Programm, als eine Gruppe von Flüchtlingen zum Besichtigungstermin kam.

„Wir freuen uns über Ihr und euer Interesse und zeigen gern, wie wir arbeiten“, begrüßte Zugführer Johannes Warning die Erwachsenen und Kinder, die in Begleitung ehrenamtlicher Helfer des Treffpunkts Deutsch aus dem Familienzentrum Maries Hütte gekommen waren. Als er die Kinder fragte, ob sie auch gern einmal mit dem Feuerwehrschlauch spritzen wollten, jubelten Danya, Mahsa, Setayesh, Nyayesh, Dunja und Rayan auf und umarmten den verdutzten Feuerwehrmann.

57 Aktive

Bevor jedoch die Schläuche ausgerollt wurden, erläuterte Warning den Gästen Organisation und Abläufe bei den drei Freiwilligen Wehren der Stadt. 57 Aktive gehören zur Alt-Georgsmarienhütter Feuerwehr, darunter Leon Jentzsch (16), Jan Dreyer (18) und Lena Spreckelmeyer (16). Nach einigen Jahren in der Jugendfeuerwehr haben sie einen Grundlehrgang absolviert und können nun bei Einsätzen mitfahren. Lorenz Hensel (20) ist schon Truppführer. In Alt-Georgsmarienhütte hat man sich neben dem Löschen von Bränden auf technische Hilfe, zum Beispiel die Rettung eingeklemmter Personen bei Verkehrsunfällen oder das Öffnen verschlossener Türen im Notfall, spezialisiert.

Wie ist es möglich, dass die Feuerwehrleute schon wenige Minuten nach einem Alarm an der Brand- oder Unfallstelle sind? Jan Dreyer demonstrierte, in welcher Geschwindigkeit er Brandschutzhose, -jacke und Stiefel überstreift, sich den Helm greift und zum Fahrzeug läuft. Die Ausrüstung der verschiedenartigen Fahrzeuge mit einer Fülle von technischem Gerät imponierte den Besuchern.

Fettbrand

Und natürlich die Vorführungen. Johannes Warning entzündete einen Kochtopf mit Speiseöl, um zu demonstrieren, dass man den Brand am besten mit dem Deckel erstickt. Fatal wäre es, wenn man den Fettbrand mit Wasser zu löschen versuchte. Begleitet von Warnungen und in genügendem Abstand zeigte der Experte, was dann geschieht: Eine riesige Stichflamme wölbte sich in den verregneten Himmel. Mehr aus Georgsmarienhütte im Netz  

Für die Flüchtlinge war es überraschend zu sehen, dass auch Frauen bei der Feuerwehr ihren Mann stehen. Neben Lena sind es in Alt-Hütte vier, die eigentlich genau die gleichen Aufgaben erfüllen wie ihre männlichen Kollegen. „Und in der Personenbetreuung sind sie wohl einfühlsamer als Männer“, meinte Lorenz Hensel. Die Kinder hörten mit Interesse, dass es eine Jugendfeuerwehr für 12- bis 16-Jährige gibt, in der Spiele gespielt und erste Ausbildungsschritte unternommen werden.


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