Minicomputer für Grundschüler Stiftung fördert Digitalisierung von Schulen in GMHütte

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Freuen sich über den Projektstart mit dem Kleincomputer Calliope Mini: Unser Foto zeigt (von links) Vorstandsmitglied Walter Roppes, Bissendorfs Bürgermeister Guido Halfter, GMHüttes Bürgermeister Ansgar Pohlmann, Markus Hestermeyer (Gemeinde Hagen), Nora Perseke (Calliope gGmbH), Ernst Schwanhold (Vorstands-Vorsitzender Stiftung Stahlwerk) sowie Prof. Dr. Michael Brinkmeier (Universität Osnabrück). Foto: Stiftung StahlwerkFreuen sich über den Projektstart mit dem Kleincomputer Calliope Mini: Unser Foto zeigt (von links) Vorstandsmitglied Walter Roppes, Bissendorfs Bürgermeister Guido Halfter, GMHüttes Bürgermeister Ansgar Pohlmann, Markus Hestermeyer (Gemeinde Hagen), Nora Perseke (Calliope gGmbH), Ernst Schwanhold (Vorstands-Vorsitzender Stiftung Stahlwerk) sowie Prof. Dr. Michael Brinkmeier (Universität Osnabrück). Foto: Stiftung Stahlwerk

Georgsmarienhütte. Kommt der Digitalpakt oder kommt er nicht? Während hinter dem Milliardenvorhaben von Bund und Ländern zur verbesserten digitalen Ausstattung von Schulen in Deutschland weiterhin Fragezeichen stehen, werden im Osnabrücker Land Nägel mit Köpfen gemacht.

Mit finanzieller Unterstützung der Stiftung Stahlwerk GMHütte sowie unter Beteiligung des Landkreises, weiterer Kommunen und der Universität Osnabrück soll es in einigen Schulen bald Minicomputer schon für Grundschüler geben.

„Auf die Politik zu warten, dauert zu lange“, sagt Stiftungsvorstand Ernst Schwanhold mit Blick auf die im Herbst anstehenden Wahlen und die damit verbundenen Unsicherheiten für die digitalen Bildungspläne in Bund und Land. Bei Unternehmen bestehe schon jetzt ein Mangel an naturwissenschaftlich versierten Fachkräften. Daher habe die Stiftung Stahlwerk ein Projekt angestoßen, bei dem nach entsprechender Lehrerfortbildung jeder teilnehmende Schüler einen eigenen Minicomputer erhalten werde, mit dem er selbst das Programmieren erlernen könne.

Info-Termin im GMHütter Rathaus

Eine Informationsveranstaltung im GMHütter Rathaus markiert den Start des Vorhabens, an dem möglichst alle Schulformen der Region beteiligt werden sollen. Projektpartner sind neben der Stiftung die Stadt Georgsmarienhütte, der Landkreis und die Arbeitsgruppe Didaktik der Informatik der Universität Osnabrück.

Professor Michael Brinkmeier leitet diese Arbeitsgruppe und ist sich darüber im Klaren, dass es für einen Erfolg des Projektes vor allem auf die Initiative und das Engagement der Lehrer ankommt. Doch er ist optimistisch, dass sich genügend motivierte Pädagogen finden werden. „Großes Interesse“ hat er auf seine Einladung festgestellt, die sich an Schulleitungen und Lehrer, Fachseminare, spezifisch interessierte Kollegen, den Landesfachberater Informatik und die Vertreter von MINT-ZentreStiftung fördert Digitalisierung von Schulen in GMHütten des Landkreises richtete. Zunächst sollen zehn Schulen für das Projekt gewonnen werden.

Der Calliope Mini, der in den Schulen eingesetzt werden soll, ist ein etwa handtellergroßer Minicomputer, dessen Form der eines Sheriffsterns ähnelt. Schüler sollen damit lernen, wie Schaltungen, Software und Sensoren funktionieren. „Wer es darauf anlegt, könnte daraus einen selbstfahrenden Roboter bauen“, heißt es in einem Online-Artikel der „Zeit“ über den Calliope, den auch 33 Grundschulen im Saarland fächerübergreifend einsetzen wollen – sei es für einen Schrittzähler beim Sport-, einen Farbsensor im Kunst- oder eine Tonfolge im Musikunterricht. Im Fach Textiles Gestalten lassen sich zum Beispiel mit dem Mini-Computer beispielsweise blinkende T-Shirts herstellten.

Kindliche Neugier wecken

Brinkmeier ist sich sicher, dass der Calliope kindliche Neugier weckt. „Man kann ihn relativ leicht programmieren und hat schnell etwas in der Hand, was man anderen zeigen kann“, betont der Professor. Er und seine Mitstreiter zielen dabei nicht allein auf die Grundschulen, sondern auch auf die Sekundarstufen 1 und 2. „Wir werden verschiedene Formen des Wissenstransfers ermöglichen und entwickeln. Zum Beispiel könnten auch höhere Klassen in die Grundschulen gehen und den Kindern dort zeigen, wie man mit dem Calliope arbeitet“, hofft Brinkmeier. Ein ganz wesentlicher anderer Aspekt sei die Vernetzung von Lehrkräften aus den verschieden Schulformen.


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