Monika Leonhard stellt aus „Mahl-Kunst“ im „Forsthaus“ Oesede bis Ende September

Abstrakt, doch voller Harmonie und dynamischen Flusses sind die Arbeiten der Künstlerin Monika Leonhard, die gegenwärtig im „Forsthaus“ Oesede ausstellt. Foto: Horst TroizaAbstrakt, doch voller Harmonie und dynamischen Flusses sind die Arbeiten der Künstlerin Monika Leonhard, die gegenwärtig im „Forsthaus“ Oesede ausstellt. Foto: Horst Troiza

GMHütte. Acrylbilder von Monika Leonhard und die Sommerküche im Restaurant „Forsthaus“ in Oesede gehen für vier Wochen lang eine appetitliche Symbiose ein. „Mahl-Kunst“, so der Titel der Kunstausstellung, zeigt etwa 20 Arbeiten der Künstlerin aus Hagen.

Abstrakte Formen kennzeichnen die Arbeiten der in Gellenbeck lebenden Künstlerin. Die Ausstellung im „Forsthaus“ zeigt hauptsächlich großformatige Bilder, die kontrastreich in Acryltechnik auf Leinwand gemalt wurden. Fällt das Auge des Betrachters darauf, werden sie zu Ruhepolen, geben einem Zeit, sie nach und nach zu entdecken und entwickeln in ihrer Abstraktion Formen, die den Blick festhalten.

Nach den Zahlen kommt das Malen

Dass die Künstlerin sich der nicht-gegenständlichen Malerei zugewandt hat, ist vielleicht nicht ganz so schwer zu verstehen. Als Buchhalterin war ihr der Umgang mit Zahlen mehr als vertraut – und sind Zahlen nicht auch pure Abstraktion? Heute, im Ruhestand, findet sie bei ihrer Maltechnik „90 Prozent Entspannung“, der Rest ist Herausforderung. „Ich spiele“, sagt sie mit Blick auf ihre Arbeiten, gibt aber unumwunden zu, dass sie manchmal droht, sich im Malen zu verlieren. „Ich muss dann meinen Mann fragen: Ist das Bild fertig?“, lächelt sie.

Ruhe und Harmonie

Halbfertiges oder gar Überreiztes gibt es bei Monika Leonhard nicht. Die Acrylbilder sind Motive einer inneren Gefühlswelt, die auch der Betrachter erfahren kann. Neben der Ruhe strahlen sie in ihrer verhaltenen Farbigkeit Harmonie aus, dynamisches Fließen und eine manchmal melancholische Zurückhaltung.

Bildwelten beim Essen

Die Künstlerin hat bereits an vielen Orten ausgestellt, unter anderem zusammen mit der Keramikerin Beatrice Gunschera. Dieses Mal hat sie einen anderen Partner gefunden: Roger Denis, den Betreiber des Forsthauses. Der lädt ein, in seinem Haus bei Gazpacho, Aprikosen-Tomatensalat und Kalbsbäckchen „mediterran“ Leonhards Bilderwelten zu erforschen.


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