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Kommt ein Kreisel? Georgsmarienhütte: Grünes Licht für Disco und Ärztezentrum am Bolte-Haus

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<em>Das Bolte-Haus</em> und das Umfeld der Kirche Peter und Paul könnten sich nach einem der Planer-Vorschläge zur städtebaulichen Konzeption des Bereichs einmal so präsentieren: Statt der heutigen Ampelanlage würde die Zufahrt über einen Kreisverkehr erfolgen. Weitere Veränderungen: Die Flächen an der Kirche werden verkehrsfrei gehalten. Im hinteren Bereich Bolte-Haus ist hier unter anderem der Neubau eines Geschäftshauses mit Parkplätzen im Untergeschoss vorgesehen. Grafik: Büro Drees & HuesmannDas Bolte-Haus und das Umfeld der Kirche Peter und Paul könnten sich nach einem der Planer-Vorschläge zur städtebaulichen Konzeption des Bereichs einmal so präsentieren: Statt der heutigen Ampelanlage würde die Zufahrt über einen Kreisverkehr erfolgen. Weitere Veränderungen: Die Flächen an der Kirche werden verkehrsfrei gehalten. Im hinteren Bereich Bolte-Haus ist hier unter anderem der Neubau eines Geschäftshauses mit Parkplätzen im Untergeschoss vorgesehen. Grafik: Büro Drees & Huesmann

Georgsmarienhütte. Der Stadtplanungsausschuss hat befürwortet, dass Ausnahmen von der noch bis zum Sommer gültigen Veränderungssperre für den Bereich des ehemaligen Bolte-Hauses getroffen werden.

Eigentümer Wolfgang Schreyer plant die Vermietung zweier Gebäudebereiche. Zum einen soll ein Ärztezentrum mit fünf Praxen einziehen. Außerdem ist die Nutzung der vor rund zehn Jahren von einer Diskothek genutzten Räume im Untergeschoss für eine „Veranstaltungs-Location“ vorgesehen. Die beiden Betreiber planen, dass nur freitags und samstags von 22 Uhr bis 5 Uhr in der Früh geöffnet ist. Außerdem sollen die Räume auch für Live-Konzerte, kulturelle Termine sowie Sonderveranstaltungen wie Firmenpräsentationen genutzt werden.

Nachdem Anfang Februar ein Beschluss zur Gastro-Nutzung noch vertagt worden war, gab es diesmal eine breite fraktionsübergreifende Mehrheit. Nur die beiden Grünen-Vertreter stimmten gegen eine Disco im Bolte-Haus. Dies sei im Umfeld der Kirche Peter und Paul nicht tragbar. Einstimmig sind die Ärztehaus-Pläne befürwortet worden.

Der neue Gastro-Standort könnte nach Schreyers Angaben bereits im September eröffnen. In Sachen Ärztezentrum hänge jetzt alles von den weiteren Verhandlungen mit den Interessenten ab.

Die geplante städtebauliche Neuordnung des Bereichs um die Kirche Peter und Paul nahm in der Sitzung breiten Raum ein. Die Verwaltung stellte Varianten für die künftige Entwicklung vor. Fachbereichsleiter Herbert Reinersmann: „Es geht hier um eine Zeitachse von 10 bis 30 Jahren.“

Die Verwaltung hält auch eine Verlängerung der im Sommer auslaufenden Veränderungssperre für sinnvoll, um mehr Zeit für ein zukunftsweisendes Konzept zu haben. Der alte Bebauungsplan ist in diesem Jahr 30 Jahre gültig.


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