Freifunk-Netz in Oesede GMHütter Zentrum bekommt freies W-Lan

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Nur ein Klick zum kostenlosen W-Lan-Spot: So ein Angebot ist ab Ende Juli auch im Bereich Roter Platz in GMHütte geplant. Bei Erfolg soll das Modell dann um weitere Hot-Spots im Stadtzentrum erweitert werden und auch in anderen Stadtteilen zum Einsatz kommen. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpaNur ein Klick zum kostenlosen W-Lan-Spot: So ein Angebot ist ab Ende Juli auch im Bereich Roter Platz in GMHütte geplant. Bei Erfolg soll das Modell dann um weitere Hot-Spots im Stadtzentrum erweitert werden und auch in anderen Stadtteilen zum Einsatz kommen. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Georgsmarienhütte. Bei „GMHütte on Ice“ hat es zum Jahreswechsel rund um die Eisfläche schon einen erfolgreichen Probeversuch mit einem freien W-Lan-Netz gegeben. In Kürze soll auf dem Roten Platz vor dem Rathaus jetzt das erste Freifunk-Netz zur Verfügung stehen.

Das Thema kostenloses Internet im Stadtzentrum beschäftigt seit längerem die GMHütter Gremien. Im laufenden Haushalt sind auf Antrag der SPD/FDP-Gruppe auch 10000 Euro für den Aufbau eines freien W-Lan-Netzes im GMHütter Zentrum eingestellt worden – in der Priorität zwei. Über die Freigabe dieser Mittel wird erst nach der Sommerpause entschieden, wenn die aktuellen Zahlen zur Etatsituation vorliegen und abzusehen ist, welchen Finanzspielraum die Stadt bis zum Jahresende für solche wünschenswerten Projekte hat.

Günstige Variante

Doch es zeichnet sich eine Variante ab, die einen schnellen W-Lan-Ausbau im Stadtzentrum zu einem weit geringeren Preis ermöglicht – mit Hilfe der gemeinnützigen Initiative Freifunk, die sich international für Netzwerk engagiert, die kostenlosen Internetzugang ermöglichen. Diese Kooperation ist vom GMHütter Stadtmarketingverein, der auch den Eisbahnzauber organisiert, und der IT-Abteilung im Rathaus im vergangenen halben Jahr vorangebracht worden.

Das Prinzip, das zum Beispiel während der Osnabrücker Maiwoche dafür sorgt, dass Nutzer in der Fußgängerzone ein kostenloses Internet-Angebot finden: Freifunk nutzt von Unternehmern oder Bürgern zur Verfügung gestellte W-Lan-Zugänge, die bei entsprechender Dichte dann zu einem eigenen Netzwerk zusammengefügt werden und von allen kostenlos für Datenübertragung genutzt werden können.

Seit der zur Jahresmitte erfolgten Gesetzesänderung, durch die der Betrieb offener W-Lan-Netze gefördert werden soll, sind jetzt auch die letzten rechtlichen Fragezeichen hinsichtlich solcher angebotenen Freifunk-Netze endgültig geklärt. Das Problem der sogenannten „Störerhaftung“ bei W-Lan-Hotspots besteht nicht mehr – zum Beispiel, wenn der kostenlose Netzzugang für das Herunterladen von Inhalten genutzt wird, die wie Musik oder Filme kostenpflichtig sind.

In der Hüttenstadt sind seit Jahresbeginn nicht nur Gespräche mit Unternehmern gelaufen, ob sie die Möglichkeit haben, Netzleistungen zur Verfügung zu stellen, sondern nach dem erfolgreichen Testlauf bei „GMHütte on Ice“ auch die ersten Freifunk-Router installiert worden. Der Vorteil: Es ist eine kostengünstige Lösung, denn pro Router sind nur Ausgaben von 30 bis 40 Euro notwendig.

Damit freies W-Lan in der Oeseder City ans Netz gehen kann, fehlt nur noch ein leistungsfähiger DSL-Anschluss. Hier haben die Stadtwerke für ihr Kundenzentrum Am Rathaus eine entsprechende Leitung beantragt, die dann komplett als Einspeisepunkt für das Freifunk-Netz zur Verfügung stehen wird.

Anvisierter Starttermin: zweite Juli-Hälfte

Sobald diese Infrastruktur betriebsbereit ist, wird der Testversuch mit kostenlosen Internet-Zugang im Bereich Roter Platz beginnen. Als Starttermin ist hier die zweite Juli-Hälfte anvisiert.

Anschließend soll dann sukzessive das Freie W-Lan im Zentrum ausgebaut werden – abhängig davon, wie schnell Netzzugänge und Router-Standorte zur Verfügung gestellt werden. Stadtmarketing-Geschäftsführer Olaf Bick: „Wir wollen zunächst einmal am Standort Roter Platz Praxis-Erfahrungen sammeln und dann Schritt für Schritt im Zentrum eine Erweiterung des kostenlosen Internetzugangs vornehmen.“

Vorteil für die Stadt bei dieser Lösung: Netzbetreiber ist der Verein „Freifunk Nordwest“, sodass für die Kommune keinerlei Haftungsrisiko besteht. Auch die Kosten sind minimal. Sollte sich die „Freies W-Lan“-Variante bewähren, dürfte es auch zum Modell für weitere Stadtteile werden. Sind die Praxis-Erfahrungen dagegen negativ, weil zum Beispiel keine stabile Internet-Verbindung garantiert werden kann, bleibt dann immer noch die Möglichkeit, mit den im Investitionsplan vorgesehenen 10000 Euro einen kommerziellen Anbieter mit dem Aufbau eines W-Lan-Netzes zu beauftragen.


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