Beschilderung auf L95 verwirrend Werbegemeinschaft Kloster Oesede greift zur Selbsthilfe

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Aus Richtung Oesede weiter erreichbar: Die Werbegemeinschaft Kloster Oesede hat Mitte der vergangenen Woche Hinweisschilder auf der L05 angebracht, da immer wieder Kunden irritiert snd, ob sie nach Kloster Oesede kommen. Unser Foto zeigt (von links): Tim Lamkemeyer (Druckerei Lamkemeyer), Doris Mentrup (Petite Fleur), Katja Beermann (Optik und Uhren) sowie Marcel Guss (Grill am Markt).Foto: ElbersAus Richtung Oesede weiter erreichbar: Die Werbegemeinschaft Kloster Oesede hat Mitte der vergangenen Woche Hinweisschilder auf der L05 angebracht, da immer wieder Kunden irritiert snd, ob sie nach Kloster Oesede kommen. Unser Foto zeigt (von links): Tim Lamkemeyer (Druckerei Lamkemeyer), Doris Mentrup (Petite Fleur), Katja Beermann (Optik und Uhren) sowie Marcel Guss (Grill am Markt).Foto: Elbers

Georgsmarienhütte. Seit Mitte März laufen die Kanalbauarbeiten auf der L95 auf der Glückaufstraße im Kloster Oeseder Zentrum. Seither verzeichnen die Geschäftsleute einen Umsatzrückgang, da auch Stammkunden durch die Beschilderung den Eindruck haben, eine Durchfahrt zum Ortskern sei nicht mehr möglich. Jetzt hat die Werbegemeinschaft reagiert.

Seit Mitte vergangener Woche steht aus Richtung Oesede jetzt an zwei Stellen ein großes Hinweisschild: Wir sind für Sie da! Zentrum Kloster Oesede weiter erreichbar trotz Baustelle“. Vorstandsmitglied Tim Lamkemeyer von der örtlichen Werbegemeinschaft: „Wir mussten etwas machen, da wir die Rückmeldung von unseren Kunden bekommen haben, dass Unklarheit besteht, inwiefern Geschäfte und Lokale wie die Klosterschänke im Bereich Markt weiter erreichbar sind.“

Ausschilderung „verwirrend“

Vor allem die Ausschilderung im Bereich der Umleitung zwei (U2) wird als problematisch eingeschätzt. Bei Möbel Wiemann (Einmündung Eschweg) weist eine Barke mit dem Verkehrszeichen „Durchfahrt verboten“ und der Angabe drei Kilometer auf die Baustelle hin. Knapp einen Kilometer weiter an der Heinrich-Schmedt-Straße folgt dann das zweite Mal ein Schild mit dem roten Kreis, das auf die in zwei Kilometern folgende Sperrung hinweist.

Aus Sicht der Werbegemeinschaft Kloster Oesede ist dies insbesondere für Auswärtige „verwirrend“ und hat negative Folgen: Viele Besucher würden sich dadurch abhalten lassen, weiter in den Ortskern zu fahren. Deshalb haben die Kaufleute reagiert, und jetzt selber an drei Stellen die erlaubten, maximal einen Meter großen Hinweise aufstellt – am Ausgang Oesede bei Wiemann, an der Einmündung Heinrich-Schmedt-Straße sowie aus Richtung Osten, wo Kloster vom Steiniger Turm über die ehemalige B68 und die Straße Hohe Linde erreichbar ist.

Die Verkehrsbeschilderung fällt in den Zuständigkeitsbereich der Stadt. Cord Lüesse, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Osnabrück: „Wir sind auch gar nicht Bauherr, sondern die GMHütter Stadtwerke, die hier Kanalarbeiten durchführen.“

Im Rathaus ist Bärbel Lührmann als Fachbereichsleiterin Ordnungswegen zuständig: „Alle müssen bis Ende Juni, wenn die Arbeiten abgeschlossen werden, leider mit der Verkehrssituation leben.“ Die Stadt habe angeordnet, dass an den „Durchfahrt verboten“-Schildern eine Entfernungsangabe angebracht. Das Straßenbauamt wählt hier stattdessen den Hinweis: „Zufahrt frei bis ..“.

Derzeit auch Im Nordfeld Sackgasse

Die GMHütter SPD-Fraktion hat in einer Pressemitteilung darauf hingewiesen, dass von Oesede aus gesehen eine direkte Zufahrt in den Ortskern möglich ist und sämtliche Geschäfte ohne Umwege erreichbar seien. Es wird bedauert, dass es zu diesen Beeinträchtigungen komme und davon ausgegangen, dass durch die neuen zusätzlichen Hinweisschilder der Werbegemeinschaft jetzt „für jeden die Erreichbarkeit des Ortskernes von Kloster Oesede erkennbar“ werde. „Die Geschäftsleute sind durch die Sperrung ohnehin erheblich betroffen, sodass durch eine optimale Beschilderung zumindest die Erreichbarkeit deutlich erkennbar sein muss“, macht die SPD deutlich.

In dieser und der kommenden Woche sorgt die Sackgassen-Regelung der Straße Im Nordfeld dafür, dass sich die Verkehrssituation noch einmal verschlechtert. Fachbereichsleiterin Lührmann: „Dadurch können auch Verkehrsteilnehmer mit Ortskenntnis 14 Tage diesen Bereich nicht nutzen.“ Mitte Juni könne es hier noch einmal zu einer zweiwöchigen Einschränkung kommen.“


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