Neue Kita im Sommer 2018 „Haus der kleinen Füße“ GMHütte: Zeitkapsel geöffnet

Freuen sich über eine kleine Reise in die Vergangenheit: (von links) Anton Hornstein, Günter Wilde, Ansgar Pohlmann, Ralf Richter, Cordula Happe und Angelika Bußmann. Foto: N. OttenFreuen sich über eine kleine Reise in die Vergangenheit: (von links) Anton Hornstein, Günter Wilde, Ansgar Pohlmann, Ralf Richter, Cordula Happe und Angelika Bußmann. Foto: N. Otten

Georgsmarienhütte. Beim Abriss der Kindertagesstätte „Haus der kleinen Füße“ in Georgsmarienhütte traten der Grundstein sowie die eingemauerte Zeitkapsel zum Vorschein. Sie wurde der Kirchengemeinde überreicht.

Noch klaffen zwei große Löcher dort, wo die alte Kindertagesstätte „Haus der kleinen Füße“ und das alte Gemeindehaus gestanden haben. Die damals eingemauerte Zeitkapsel wurde jetzt im Beisein der Kita-Leitung, des Kirchenvorstandes und mit Vertretern der Stadt Georgsmarienhütte sowie des Abrissunternehmens geöffnet.

Winkelschleifer

Mit einem Winkelschleifer schnitt Ralf Richter vom zuständigen Bauunternehmen den alten Zinkbehälter auf, der am 12.Dezember 1956 bei der Grundsteinlegung eingemauert worden war. Neben den damals erscheinenden drei Tageszeitungen im Osnabrücker Raum kamen auch eine Bauurkunde und diverse kleinere Zeichnungen des späteren Gebäudes wieder ans Tageslicht.

Auch ein Flugblatt war beigelegt, das den Bau für den späteren Kindergarten und das angrenzende Altenheim bewarb und die Gemeindemitglieder zu Spendenzahlungen aufrief. Dass die vorangegangen Planungen der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde vor über 60 Jahren nicht ganz einfach gewesen waren, deutet das Osnabrücker Tageblatt in seinem Bericht zur Grundsteinlegung an.

Beharrlichkeit

Darin heißt es: „Heute nachmittag um 15.30 Uhr wird Landessuperintendent Degener, Osnabrück, die Grundsteinlegung für das Altersheim und den Kindergarten der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Georgsmarienhütte vornehmen. Damit finden die vor einigen Jahren unter Landessuperintendent Brandt und unter Pastor Dr. Engler mit Beharrlichkeit und Erfolg vorangetriebenen Vorbereitungen und Planungen des Kirchenvorstands nun auch vor der Öffentlichkeit sichtbaren Ausdruck: Die Pläne werden Wirklichkeit.“

Und auch auf die Planungen geht die Zeitung von damals ein und berichtet, dass unter Leitung der ortsansässigen Architektengemeinschaft Däke, Wolf und Eggemann ein Kindergarten für 60 bis 80 Kinder entstehen soll, der durch eine „klare architektonische Gliederung und Linienführung des Gebäudekomplexes“ überzeugt.

Abbruchschere

Jetzt seien rund 3400 Kubikmeter Bauschutt von der Baustelle abtransportiert worden, um Platz für den anstehenden Neubau zu machen, berichten Ralf Richter vom Bauunternehmen Josef Weber und der städtische Architekt Anton Hornstein. Besonders der Abbruch des Gebäudeteils in Richtung des heutigen Paul-Gerhardt-Heims sei schwierig gewesen, so Richter, da der Giebel des alten Gemeindehauses als Außenwand der später angebauten Altenheimerweiterung verwendet wurde. Dadurch musste eine spezielle Abbruchschere und Säge zum Einsatz kommen, die die Decken des Gemeindehauses vom Giebel trennte. Im Ergebnis blieb der alte Giebel des Gemeindehauses als Außenwand des Paul-Gerhardt-Heimes stehen und wurde für die anstehende Bauzeit des neuen Gebäudes zunächst mit einer gedämmten, wetterbeständigen und Schutzbekleidung versehen. Mehr aus Georgsmarienhütte im Netz  

Nach den erfolgreichen Abrissarbeiten soll nun bis zum Sommer 2018 wieder eine architektonisch ansprechende Kindertagesstätte an gleicher Stelle entstehen, die Platz für je zwei Krippen- und Kindergartengruppen bieten soll. Bei Bedarf kann zudem eine dritte Gruppe eingerichtet werden, und auch eine zusätzliche Kleingruppe könnte anstelle oder auch zusammen mit der dritten Kindergartengruppe im neuen „Haus der kleinen Füße“ Platz finden.


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