Sandkämper und Berstermann GMHütte: Doppelte Diamanthochzeit

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<em>Anneliese</em> und Willy Berstermann. Fotos: TroizaAnneliese und Willy Berstermann. Fotos: Troiza

Georgsmarienhütte. Eine doppelte diamantene Hochzeit wird heute in der Herz-Jesu-Kirche in Alt-GMHütte gefeiert. Anneliese und Hermann Sandkämper und Anneliese und Willy Berstermann blicken jeweils auf 60 gemeinsame Ehejahre zurück.

Pastor Matthias Köster wird die Paare um 16 Uhr zur Andacht empfangen. Beide haben am 12. August 1953 geheiratet, Berstermanns in Hagen, Sandkämpers in Sutthausen. Zeit ihres Lebens sind sie gläubige und engagierte Christen geblieben und haben den gemeinsamen Besuch der Andacht miteinander abgesprochen.

Der gebürtige Gellenbecker Willy Berstermann, Jahrgang 1930, hat seine Anneliese 1947 auf dem Kirchplatz der alten Martinuskirche kennengelernt. Die in Münster lebende junge Frau mit dem Mädchennamen Edenfeld besuchte eine Freundin in Hagen. Mit ihr und anderen jungen Leuten wartete sie auf den ihr unbekannten Willy Berstermann, mit dem die Gruppe spazieren gehen wollte.

An den Spaziergang knüpften sich Verabredungen an. Sie wurden ein Paar und heirateten drei Jahre später standesamtlich in Münster, zwei Jahre danach kirchlich in der Pfarrkirche Hagen. 1963 baute das Paar ein Haus in Alt-GMHütte. Es war mit Leben gefüllt: Neben ihren vier Kindern wohnten auch Annelieses Eltern und Willys Mutter mit im Haus, „eine harmonische Großfamilie“.

Willy Berstermann war nach einer Ausbildung zum Laboranten beruflich erfolgreich. Er wurde Laborleiter der heutigen Georgsmarienhütte, entwickelte ein mobiles Spektrometer und zeichnet für 41 internationale Patente verantwortlich. Seine Frau gründete die Firma Berstermann Labortechnik, heute Belec in Harderberg. Noch heute arbeitet Berstermann senior im Keller des Wohnhauses an neuen Entwicklungen. Bundespräsident Roman Herzog verlieh ihm 1999 das Bundesverdienstkreuz. Das Paar hat sieben Enkelkinder.

Hermann Sandkämper und Willy Berstermann sind gleichaltrig und haben in ihrer Jugend kurz zusammen die Schule in Gellenbeck besucht. Sandkämper blieb länger in der Niedermark. Er begann nach der Schulzeit eine Ausbildung auf der Georgsmarienhütte, wurde Betriebselektriker. 1949 traf er während eines Betriebsfestes Anneliese Bredol, die Schwester eines Kollegen. Man tanzte und verstand sich prächtig. Annelieses Bruder übernahm die Rolle des Postillon d’Amour, brachte Hermanns Briefe nach Sutthausen, wo die ein Jahr ältere Anneliese wohnte, und brachte die Antwort mit zum Arbeitsplatz.

Vier Jahre nach dem Kennenlernen trat das Paar in der Schlosskapelle Sutthausen vor den Traualtar und gab sich das Jawort. Erst lebte es bei den Eltern der Braut, fünf Jahre später baute es das eigene Heim in Alt-GMHütte. Die Familie wuchs, Sandkämpers haben acht Kinder.

Die jungen Leute waren aktiv in ihren Kirchengemeinden tätig. Der junge Mann besuchte das Soziale Seminar, trat der CDU bei und gehörte dem Betriebsrat der „Hütte“ an. „So wurden die Weichen für mein Interesse am öffentlichen Leben und an der Politik gestellt“, erklärt er. Mit 37 Jahren trat er zur Landtagswahl an und erhielt das Mandat. Von 1967 bis 1990 gehörte er dem Landtag an und war CDU-Vorstandsmitglied auf Stadt-, Kreis- und Bezirksebene. Für seine Arbeit wurde Hermann Sandkämper ebenfalls das Bundesverdienstkreuz verliehen. Das Ehepaar Sandkämper hat eine große Familie. Neben den Kindern sind das 19 Enkel und fünf Urenkel. „Alle werden uns heute besuchen kommen, zusammen sind wir 53 Personen“, freut sich Anneliese Sandkämper.


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