Neue Stärken entdecken Andrang beim ersten Jungentag in GMHütte



Georgsmarienhütte. „Jungen entdecken neue Fähigkeiten und Stärken“: Unter diesem Motto fand jetzt im Oeseder Michaelistreff der erste Jungentag statt. Die Stadt Georgsmarienhütte und der Caritasverband für Stadt und den Landkreis Osnabrück boten den Jungen ein buntes Programm mit vielen Workshops angeboten.

Der Jungentag lockte 90 Teilnehmer in die Michaelisschule. „Von diesem Andrang sind wir echt positiv überrascht. Alle Angebote und Workshops wurden sehr gut von den Jungen angenommen“, freute sich Ole Schwarze vom Caritasverband, zuständig für die Betreuung. Mit Hilfe des Bundesfreiwilligendienstes der Stadt Georgsmarienhütte, die extra einen Fahrdienst eingerichtet hatten, konnten auch rund zehn Flüchtlingskinder teilnehmen und viele neue Dinge mitnehmen. Der Jungentag wurde ergänzend zum bereits seit mehreren Jahren durchgeführten Mädchentag eingeführt.

Fähigkeiten fördern

Um die eigenen Fähigkeiten und Stärken zu fördern, hatten die Jungen auch ein ordentliches Programm zu absolvieren. Insgesamt acht Workshops boten Aktivitäten im künstlerischen, sportlichen, handwerklichen und sozialen Bereich. Egal ob Fußball in der Sporthalle oder das Verzieren der eigenen Haut mit Airbrush-Tattoos, überall war etwas los und die Referenten kamen kaum hinterher. „Alle wollen ein Superman-Graffiti anfertigen, da muss ich erst nochmal neue Schablonen holen“, so Mika Springwald vom Caritasverband, der im Keller des Michaelistreffs den Jungen die Möglichkeit bot, selber ein Kunstwerk mit Hilfe von Sprühdosen auf die Leinwand zu bringen. Mehr aus Georgsmarienhütte im Netz  

Ähnlich spannend ging es auch beim Tüfteln mit dem elektronischen Baukasten „Makey-Makey“ zu. Kurzerhand wurden damit ein Apfel, ein Fruchtgummi sowie ein Stück Alufolie umfunktioniert, um die Spielfigur auf dem Laptop zu steuern. Mehr Kraft und handwerkliches Geschick waren beim Schmieden draußen auf dem Pausenhof gefragt. In insgesamt vier Schmiedestellen durften die Teilnehmer das Feuer selbst anheizen und das Eisen zum Glühen bringen, ehe es dann mit gekonnt kraftvollen Schlägen zu kleinen Hufeisen geformt wurde. So manches Jungenzimmer wird auch durch eine bunt bemalte Drahtskulptur verschönert werden, die unterstützt durch die Kunstschule Paletti angefertigt werden konnten.

Mobbing

Wilfried Bury vom Polizeikommissariat Georgsmarienhütte bot ein Seminar über Beleidigungen und Mobbing an, das ebenso auf großes Interesse stieß. Die Jungen lernten, wie sie heikle Situationen entschärfen können. „Wir haben uns sehr über die bunte Mischung an Workshops gefreut, die die Referenten auf die Beine gestellt haben. Alle waren von Anfang von der Idee begeistert und wollten uns unterstützten“, so Ole Schwarze. Und auch vom Projekt „coole Schule“ wurden die Organisatoren tatkräftig unterstützt. Die Schüler übernahmen die Anmeldung der Teilnehmer und betrieben zugleich auch das offene Café. Den Abschluss des Tages bildete ein Bowlingturnier, bei dem das beste Team mit Süßigkeiten belohnt wurde.

Auch die Mitorganisatorinnen von der Stadt Georgsmarienhütte zeigten sich rundum zufrieden mit dem Verlauf: „Wir freuen uns sehr, dass gleich der erste Versuch so gut gestartet ist und danken allen Teilnehmern und Organisatoren. Von unserer Seite aus wollen wir den Jungentag auch in den nächsten Jahren fortsetzen“, so die Gleichstellungsbeauftragte Susanne Häring und die städtische Jugendpflegerin Martina Möllenkamp einhellig. Zukünftig soll der Jungentag im Wechsel mit dem Mädchentag stattfinden. Auf die Frage, ob sich die Jungen in zwei Jahren vorstellen könnten wieder teilzunehmen, gab es eine eindeutige Antwort: „Da wären wir auf jeden Fall wieder mit dabei.“


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