Verstärkung gesucht Waldbühne Kloster Oesede besetzt Rollen


Georgsmarienhütte. Seit Jahren spielt sich die Waldbühne Kloster Oesede mit hervorragenden Musicalproduktionen in die Herzen der Zuschauer. Bereits jetzt beginnt die Arbeit für die kommende Saison – und die Suche nach männlicher Verstärkung dauert an.

Es ist noch mehr als ein halbes Jahr hin, bis „Natürlich blond“, das neue Abendstück der Waldbühne Kloster Oesede, dort im Sommer 2017 Premiere haben wird. Aber schon in wenigen Wochen beginnen die Proben für die beinahe 40 Darsteller, die in dem Stück nach dem gleichnamigen Film im Ensemble oder in einer der etwa 15 kleineren und größeren Rollen mitspielen wollen. Und alle müssen sie bei einem Casting-Workshop mitmachen. (Weiterlesen: Waldbühne spielt 2017 als Premiere „Natürlich blond“)

Professionelle Arbeitsatmosphäre

Es herrscht eine ruhige und professionelle Atmosphäre in der Kreismusikschule. Acht Frauen singen im Chor die Reprise des Lieds „Irland“, das im Musical von Friseurin Paulette als Aufmunterung für Hauptfigur Elle gedacht ist, doch zu einer Party zu gehen und dort ihrem Ex-Freund Warner gegenüberzutreten. Als die Zeilen gut zu sitzen scheinen, Außenstehende könnten sich hier schon fragen, was denn überhaupt noch zu verbessern ginge, wird es für die Frauen ernst. Sie müssen einzeln ran. (Weiterlesen: GMHütter Waldbühne Nummer zwei in Niedersachsen)

„Dieser Ton da am Ende“, entfährt es dabei so mancher vor dem Vorsingen. Denn dieser Ton da ist ziemlich hoch, laut und lang. Offensichtlich bereitet der Gedanke an ihn so mancher Darstellerin Unbehagen. Regisseur Klaus Michalski versucht diese Angst zu nehmen: „Denk‘ mal einfach nicht an diesen Ton da“, sagt er, und erläutert, dass er vielmehr hören möchte, dass die Worte des Songs für Paulette selbst so viel bedeuten und dass sie genau deshalb versucht, ihre Freundin aufzumuntern und anzufeuern.

Stressige Situation

Also singen sie alle ausdrucksstark und meist auch sehr gut, legen all ihr Herzblut in den Text und versuchen, auf ganzer Linie zu überzeugen. Oftmals gibt es aufmunternde Worte von den Mitbewerberinnen und kleine Witze lockern die Stimmung. Wie viel Lampenfieber und Stress die Situation erzeugt, sieht man nur, wenn man ganz genau hinschaut und erkennt, dass der einen oder anderen doch im wahrsten Sinne des Wortes die Knie schlottern.

Bereits am Vorabend haben die Darsteller mit dem Kreativteam, Regisseur Klaus Michalski und Choreografin Sabine Lindlar, gearbeitet. Im Bereich Schauspiel haben sie in freier Arbeit kleine Szenen entwickelt und beim Tanzen die ersten Schritte für „Natürlich blond“ erarbeitet. Der Ersteindruck der beiden Kreativen ist bei den Darstellern positiv: „Hochprofessionell, freundlich und fordernd“ erleben sie die Beiden und freuen sich auf die weitere Zusammenarbeit. (Weiterlesen: Waldbühne mit neuer Tontechnik)

Befreundete Darsteller

Und trotz Bewerbungssituation macht der Casting-Workshop offensichtlich allen Spaß. Dass sie sich hinterher zerstreiten, weil natürlich nicht jeder die Rolle bekommen wird, von der er geträumt hat, glaubt hier niemand. „Wir kennen uns schon so viele Jahre und alle haben noch ihr Paar Augen. Die werden wir uns also wohl auch dieses Jahr wieder nicht auskratzen“, sagen sie.

Männer dringend gesucht

Und dennoch sucht die Bühne aktuell wieder Verstärkung: Vor allem Männer sind es, von denen es im Ensemble aktuell mangelt. Singen, tanzen und schauspielen sollte ihnen Spaß machen – und natürlich die viele Zeit und Arbeit, die das Entwickeln eines großen Abendstücks wie „Natürlich blond“ nun einmal erfordert.

Wer schlussendlich welche Rolle bekommt, erfahren die Darsteller übrigens nicht am Casting-Wochenende selbst. Erst kurz vor den ersten Leseproben Anfang Dezember werden die Spieler erfahren, ob und wenn ja welche Rolle sie auf der Bühne zum Leben erwecken werden. Weiter mitmachen, auch im Ensemble, wollen sie trotzdem alle. (Weiterlesen: Winterstück der Waldbühne Oesede – Vorverkauf beginnt)


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