Kinderlächeln zu Weihnachten Geschenkpaten bei SKM-Wunschzettel-Aktion in Oesede



Georgsmarienhütte. Eine gute Idee zieht Kreise: Der Förderkreis für von Armut bedrohte Kinder des Katholischen Vereins für Soziale Dienste Osnabrück (SKM) vermittelt nun schon im sechsten Jahr Geschenkpaten für Kinder aus einkommensschwachen Familien. Bei dieser Weihnachtspaket-Aktion kooperiert der SKM mit den evangelischen und katholischen Pfarrgemeinden, den Kindergärten und Grundschulen.

Die Mitarbeiter dieser Institutionen kennen die Situation der Kinder und Jugendlichen und können deren Weihnachtswünsche diskret und vertraulich an den Förderkreis weitergeben. Die Geschenkpaten erfahren nur den Vornamen, das Alter und Geschlecht des zu beschenkenden Kindes und natürlich seinen Wunsch. Sie besorgen das Geschenk, packen es hübsch ein und liefern es bis zum 12. Dezember an die kooperierende Institution, also zum Beispiel den Kindergarten oder das Pfarramt.

Idee kommt an

Diese Idee kommt an. Viele Georgsmarienhütter möchten Kinderwünsche erfüllen. Der kleine Stand des Förderkreises auf dem Wochenmarkt wurde am Freitagnachmittag rege besucht. Viele Geschenkpaten kennen die Aktion schon aus den Vorjahren und wollen sich wieder beteiligen, denn gerade zu Weihnachten möchte man gern Gutes tun.

Aus rund 150 Wunschzetteln wählen die Interessenten einen oder mehrere aus. Die Wünsche der Kinder sind recht bescheiden, sie bleiben im 20-Euro-Rahmen: Lego-Technik oder Barbie-Puppen, Schienbeinschoner oder In-Ear-Ohrstöpsel. Was dann doch überrascht: Neben den Spielzeugwünschen tauchen relativ häufig Wünsche nach warmen Socken oder Mütze und Handschuhen auf. „Es gibt auch hier vor unserer Haustür viel Armut“, kommentiert eine ältere Frau.

Anonymität

Dass die Hilfe im Ort bleibe, sei ebenso wie die Einmaligkeit der Aktion ohne dauerhafte Verpflichtung ein Argument, das das Schenken leicht mache, meint Initiator Florian Eder, der die Aktion vor Jahren in Ibbenbüren kennenlernte und kopierte. Auch dass man als Spender anonym bleiben könne und der Förderkreis die Spenderadresse löscht, sobald das Geschenk an der vereinbarten Stelle abgegeben wurde, trage zur Beliebtheit der Aktion bei. Mehr aus Georgsmarienhütte im Netz  

SKM-Mitarbeiter Werner Oenning bestätigt, dass keinerlei Daten gespeichert werden und auch keine Verwaltungskosten entstehen. Die Adressangabe diene einzig dem Zweck, gegebenenfalls nachzufragen, wenn versäumt wurde, ein Geschenk bis zum Stichtag abzugeben: „Wir tragen Sorge dafür, dass alle Kinder, die einen Wunschzettel abgegeben haben, auch beschenkt werden.“ Sollten nicht genügend Geschenkpaten gefunden werden, übernehme der SKM die verbleibenden Wunschzettel, versichert Oenning. Allerdings befürchtet er das nach den guten Erfahrungen der letzten Jahre nicht.


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