Kommunikation im Quartier Grundsteinlegung und Richtfest am Familienzentrum in GMHütte

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Georgsmarienhütte. Auch das geht: Am entstehenden Gemeinde- und Familienzentrum der Luthergemeinde an der Kirchstraße wurde jetzt der Grundstein gelegt – und gleichzeitig Richtfest gefeiert. Das Haus soll ab Sommer 2017 der neue Treffpunkt im Quartier rund um die Lutherkirche sein.

Selbst für Architekt Christoph Bagge stellte das Zusammenfallen von Grundsteinlegung und Richtfest etwas Neues dar. Zeitliche Gründe und einige Wetterkapriolen machten die Zusammenlegung der beiden Bau-Rituale nötig.

Miterleben konnten rund 70 Gäste aus dem Stadtrat, der Kirchengemeinde und Nachbarschaft wie Bagge eine kupferfarbene Zeitkapsel füllte: Mit dem Bauplan, aktuellen Zeitungen, einigen Münzen und einer Teilnehmerliste aller an der Feier Beteiligten. Die Zeitkapselröhre soll auch in ferner Zukunft noch Aufschluss über die Entstehungsgeschichte und den Gebäudebau geben.

Grundstücke getauscht

Zu erfahren ist für die Nachwelt darin, dass es nach der Zusammenlegung evangelischer Kirchenkreise Gelegenheit gab, rund um die Lutherkirche in Alt-GM-Hütte neu zu planen. Dass festgestellt wurde, dass die Kindertagesstätte „Haus der kleinen Füße“ nicht mehr zeitgemäß war. Weshalb beschlossen wurde, für das einstmals in der Kita zu findende Familienzentrum ein neues Gebäude zu bauen. Und das dafür die Stadt und die Kirchengemeinde die Grundstücke von je 1000 und 2300 Quadratmeter tauschten. Die Stadt erhielt dabei das größere, wofür die Beteiligten eine Kaufsumme von letztlich 394300 Euro vereinbarten.

EU-Gelder

Architekt Bagge plante nach eigenen Worten mit einem Volumen von 1,2 Millionen Euro. Das füllte sich mit Geld der Kirchengemeinde und der evangelisch-lutherischen Landeskirche sowie des Kirchenkreises Melle-Georgsmarienhütte und der EU.

Auf einer Gesamtfläche von rund 600 Quadratmetern entsteht derzeit ein Gebäude mit jeweils 15 Metern Kantenlänge. Das Familienzentrum hat zwei Geschosse und soll barrierefrei sein. Große Fenster ermöglichen nach Bagges Darstellung die „Korrespondenz zur Kirche“ und der Kita.

Interkulturelle Sprachwerkstatt

Eine Besonderheit im neuen Gebäude sei die interkulturelle Sprachwerkstatt, betonte der Kirchenvorstandsvorsitzende Günter Wilde. In dem 50 Quadratmeter großen und technisch vollausgestattetem Raum wird nach dem geplanten Start im Sommer 2017 die sprachlichen Entwicklung von Kindern und Erwachsenen gefördert. Die Sprachwerkstatt kostet 170000 Euro und wird mit Geldern der Sparkassen-, Stahlwerks- und Egerlandstiftung sowie des Lions-Club GM-Hütte, SD-Automotive und privater Spenden realisiert.

Hochprozentiges als Geschen

Mit einem Besen plus einem hochprozentigen Getränk als Geschenk kam Bürgermeister Ansgar Pohlmann auf die Baustelle. Die Lage des Gemeindezentrums und der Neubau der Kita könnten zur neuen Mitte Alt-GMHüttes werden. Pohlmann bezog dabei auch die Neugestaltung des Rehbergs und die „Alte Wanne“ mit ein.

Nach der geplanten Eröffnung im kommenden Sommer, wird Landesbischof Ralf Meister das neue Gemeindehaus am 19. August 2017 einweihen.


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