Native Speakers zu Gast Gymnasium Oesede: Englisch in den Herbstferien

Bei ihrer Präsentation am Ende der Native-Speakers-Woche verlasen die Schüler des Gymnasiums Oesede unter anderem Nachrichten und Wetterbericht auf Englisch. Foto: Danica PieperBei ihrer Präsentation am Ende der Native-Speakers-Woche verlasen die Schüler des Gymnasiums Oesede unter anderem Nachrichten und Wetterbericht auf Englisch. Foto: Danica Pieper

Georgsmarienhütte. Dass sie Herbstferien hatten, hielt 51 Oeseder Gymnasiasten nicht davon ab, zur Schule zu gehen. Sie nahmen am „Native Speakers“-Programm teil und trainierten mit englischen Muttersprachlern ihre Sprachkompetenz.

In den Ferien morgens um acht Uhr in der Schule erscheinen? 51 Siebt-, Acht- und Neuntklässler des Gymnasiums Oesede taten dies tatsächlich. Sie nahmen freiwillig am kostenpflichtigen Angebot der Schule teil, mit englischen Muttersprachlern ihre sprachlichen Fähigkeiten zu trainieren. Es war bereits das dritte Mal, dass das Gymnasium „Native Speakers“ zu Gast hatte. Bisher fand die Veranstaltung immer in den Sommerferien statt. Das wurde jedoch nicht so angenommen wurde wie erhofft. Deshalb legte die Schule sie jetzt in die Herbstferien. „Die Sommerferien gelten als Ferien“, meinte Schulleiter Ulrich Schimke.

Vier Muttersprachler aus drei Ländern

Mit Ali Hassan und Sheeka Netter aus den USA, Aneurin Townsend aus Australien und Carra Townsend aus Schottland waren vier Muttersprachler in Oesede zu Gast, die fünf Stunden am Tag mit den Schülern Englisch sprachen. Von Unterricht mochte Hassan aber nicht sprechen: „Wir sind nicht zum Unterrichten hier. Die Schüler haben schon sehr gute Lehrer.“ Er und seine Kollegen sehen sich eher als Trainer, die für Schüler ein Umfeld schaffen, in dem sie sich trauen, ihre bereits erworbenen Kenntnisse anzuwenden. „Wir geben den Schülern die Möglichkeit, frei zu sprechen“, erklärte Tony Hooper von „Mein Schulprojekt“, das die Veranstaltung durchführt. Dazu unternehmen die Trainer mit den Schülern verschiedene Aktivitäten wie gemeinsames Kochen, Sport oder eine Stadtführung. „Das sind ganz normale Alltagssituationen, in denen die Schüler sprechen und sich einbringen können“, erklärte Hooper. Da die Native Speakers aus verschiedenen englischsprachigen Ländern kommen, werde die Sprachkompetenz und das Hörverständnis der Schüler trainiert, berichtete Schimke: „Es gut für die Schüler, unterschiedliche Akzente zu hören.“ Mehr aus Georgsmarienhütte im Netz  

Präsentationen erstellt

Zum Abschluss des Programms hatte die Schüler verschiedene Präsentationen erstellt, in denen sie ihre sprachlichen Fähigkeiten demonstrierten. Eine Gruppe etwa hatte Videos gedreht, in denen sie Trainer Aneurin Townsend Streiche spielten oder sich als Pokemon verkleidet bekriegten. Andere Teams stellten Fernsehsendungen wie „Shopping Queen“ oder „Tatort“ nach, während die vierte Gruppe auf der Bühne ein „Live Cake Tasting“ veranstaltete und einen Bananen- und einen Schokoladenkuchen bewertete. Hassan zeigte sich zufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge: „Das war eine sehr erfolgreiche Woche. Die Schüler sind wirklich aus ihrer Komfortzone herausgekommen.“


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