Wirte und Gäste zufrieden GMHütter Kneipentour zieht tausende Besucher an


Georgsmarienhütte. Party bis zum Abwinken hieß es am Samstag in GMHütte: Zum sechsten Mal lockten acht Wirtshäuser zur Kneipentour. Bis in die frühen Morgenstunden zogen tausende Besucher durch die Hüttenstadt, um zehn verschiedene Bands zu hören.

Dass an diesem Abend eine besondere Veranstaltung stattfand, war schon von Weitem zu erkennen: Bei der sechsten Auflage der GMHütter Kneipentour waren nicht nur die teilnehmenden Gaststätten rappelvoll, auch vor den jeweiligen Kneipen sammelten sich Menschentrauben. „Der Abend läuft sehr gut, es ist genauso voll wie immer“, freute sich Seppl Krapp vom Kolpinghaus, das als eins von acht Wirtshäusern bei der diesjährigen Kneipentour dabei war. Im Saal begeisterten „Juicy-A“ die Besucher mit krachendem Blues Rock und ausgedehnten Gitarrensoli, während die Gäste draußen bei kühlen Getränken und warmen Snacks ein Pläuschchen hielten.

Shuttlebusse

Ein Großteil der Besucher nutzte den kostenlosen Bustransfer, den die Veranstalter in diesem Jahr wieder eingerichtet hatten. Insgesamt vier Busse brachten die Gäste im Abstand von 30 Minuten von Kneipe zu Kneipe. Auf manchen Streckenabschnitten wie vom Kolpinghaus zum Kasinopark konnte man dabei froh sein, wenn man überhaupt noch einen Platz fand. Trotz der Enge blieben sowohl Fahrgäste als auch Fahrer gut gelaunt und entspannt. „Die Busse sind immer stramm voll“, stellte auch Krapp fest. „Es sind immer viele Leute ein- und ausgestiegen.“

Von Pop bis Hard Rock

Insgesamt zehn Bands waren auf der Tour zu hören, davon drei in der Café & Bar am Kasinopark. Neben dem Presley-Double Elvis lockte die Osnabrücker Band Echtzeit die Besucher in den Saal. Besonders kuschelig war es im Gewölbekeller, wo die Gäste trotz der Enge gerne der Aufforderung „Dance, dance, dance“ der Partyband Root 49 nachkamen. Kaum ein Durchkommen gab es auch im Brauhaus Dröge, wo das Duo „Meemken & Lanwert“ für die Besucher spielte. Im Tor 3 konzentrierte sich das Geschehen derweil auf den Saal, wo Sidewinder dem Publikum mit Hard Rock einheizten. Allerdings war der harte Sound nicht jedermanns Sache: „Die sind mir echt zu laut“, meinte eine Besucherin, die sich mit ihrer Begleitung lieber in den Vorraum zurückzog.

Draußen-Gastro

Für Ernst Uthmann vom Gasthaus Uthmann hätte die diesjährige Tour nicht besser laufen können: „Das ist ‚ne Bombe.“ Schon das spezielle Essensangebot, das der Wirt „zur Einstimmung“ auftischte, sei „spitzenmäßig“ angenommen worden. Besonders freute Uthmann, dass das Wetter sich passend zur Kneipentour wieder von seiner milderen und trockenen Seite zeigte und er vorm Eingang Grillschinken und Krautbrötchen anbieten konnte: „Das Wetter hat uns so richtig in die Karten gespielt. Die Draußen-Gastro ist im Oktober noch mal richtig aufgelebt.“ Richtig aufgelebt ist auch das Publikum im Inneren des Gasthauses, das zu den Rock- und Pop-Klassikern von Thomas Melzer & Sunny tanzte, sang und sich in den Armen lag. Mit dem Hamburger Duo hatte Uthmann einen echten Publikumsmagneten verpflichtet: „Viele Leute steigen aus dem Bus aus, um die Jungs zu hören“, stellte der Wirt fest.

Gäste glücklich

Ausgelassene Stimmung herrschte auch in der Klosterschänke, wo Just for Fun ihrem Namen alle Ehren machten und für glückliche Gesichter auf der Tanzfläche sorgten. In der Heideschänke ließ der Ansturm gen Mitternacht etwas nach, aber Sound Compound hielten mit Klassikern wie „I Shot the Sheriff“ wacker die Stellung. Im Gildehaus sorgten derweil „The Blues Defenders“ für Stimmung. Das Lokal war für Andreas, Andreas, Christoph und Claudia die zweite Station. Mit der diesjährigen Kneipentour waren sie sehr zufrieden: „Die Stimmung ist gut“, meinte Christoph. „Und man trifft viele alte Bekannte“, erklärte Claudia. Andreas lobte besonders den kostenlosen Bustransfer. Das Quartett plante noch einige weitere Kneipen zu besuchen, darunter, als Finale, das Tor 3. „Das ist immer der legendäre Abschluss, hier endet der Abend“, berichtete der zweite Andreas und Christoph fügte grinsend hinzu: „Irgendwann.“


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