Mit VW Passat und Audi Quattro Brüder aus Melle und GMHütte bei Creme 21-Rallye

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Georgsmarienhütte/Melle. Timo und Daniel Joachimmeyer haben an der legendären „Creme-21-Rallye“ teilgenommen. Mit ihren Youngtimern haben sie rund 1000 Kilometer durch Süddeutschland zurückgelegt. Für die Brüder aus GMHütte und Melle war es die erste Teilnahme an der „Rallye in Orange“.

In den Siebzigerjahren war „Creme 21“ die Kultkosmetik schlechthin. Aus den Haushalten junger und älterer Menschen war die orangefarbene Plastikdose kaum wegzudenken. Sie vermittelte ein Gefühl der Freiheit, der Moderne, von Unbeschwertheit aber auch von Discokugeln und Schlaghosen. Keine schlechte Idee also, sich das Image der Kultcreme zu Nutze zu machen und das Gefühl der Freiheit und Unbeschwertheit auf die Straße zu übertragen. Zum mittlerweile 15. Mal startete in diesem Jahr die Creme 21 Youngtimer Rallye mit Fahrzeugen, deren Baureihe in den 70er- und 80er-Jahren in Produktion war und die im Originalzustand erhalten sind.

Dem Flair der kultigen Traditionsrallye konnten sich auch die Brüder Timo und Daniel Joachimmeyer aus Georgsmarienhütte und Melle nicht entziehen. „Ich habe die Rallye durch Zufall vor einigen Jahren in Osnabrück gesehen. Nach dem Start vor dem Rathaus habe ich mir gedacht, da musst du auch mal mitfahren“, berichtet Timo Joachimmeyer. Die Leidenschaft für Automobile teilen die beiden Brüder seit Längerem. Schon zu Kindeszeiten besaßen ihre Eltern einen VW Passat, mit dem die Familie gemeinsam in den Urlaub gefahren ist. Nach und nach habe sich aus der anfänglichen Begeisterung ein Hobby entwickelt, wie die beiden berichten.

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450 Teilnehmer, 225 Youngtimer

Rund drei Wochen vor Beginn der Rallye haben sie dann angefangen, ihre Youngtimer aus der Garage zu holen und sie für den Rallyeauftakt startklar zu machen. Mit den anderen 448 Teilnehmern haben sie sich vom Elsass aus startend auf eine rund 1000 Kilometer lange Entdeckungsreise durch Süddeutschland begeben und die Motoren ihrer Heiligtümer zur Höchstleistung getrieben. Station machten die beiden Brüder mit ihren Beifahrern Mirko Rastig und Thomas Pabst unter anderem am größten Automobilmuseum der Welt in Mülhausen, am Dornier Museum Friedrichshafen am Bodensee, am Kloster Andechs am Ammersee oder bei der Zielankunft am BMW Museum in München.

Eine Kaffeefahrt war die Rallye dabei mitnichten. Die „Cremisten“ mussten streng nach Roadbook fahren, meistens über Land und ohne mobile Navigation. Unterwegs warteten verschiedene Wertungsaufgaben auf die Teilnehmer – beim Tipp-Kick-Spielen, Torwand-Schießen oder beim legendären Kofferspiel, das bei den Teilnehmern der Rallye längst Kultstatus erlangt hat. Freuen durften sich Timo Joachimmeyer und sein Beifahrer schließlich über eine orangefarbene „Trimm-Dich-Sporttasche“, die dem Fünften der Gesamtwertung als Preis überreicht wurde.

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Historische Klassiker

Mit ihrem VW Passat 32b Carat (1984) und dem Audi 100 CS Quattro Limo (1987) waren die beiden Autonarren dabei in bester Gesellschaft: Ob ein Delorean DMC12 von 1982, ein Opel Diplomat von 1978 oder ein Lotus Elan 1.6 SE Turbo von 1993 – die Bandbreite historischer Automobile im Starterfeld war zweifelsohne gegeben. Für den ersten Start bei der Creme 21-Rallye hatten sich Brüder im Vorfeld etwas Besonderes einfallen lassen. Polo-Shirts mit einem eigenen Logo wurden entwickelt und mit dem Namen „Team Fünfender“ versehen, in Anlehnung an die Fünf-Zylinder-Motoren der eigenen Fahrzeuge. Im kommenden Jahr wollen die beiden Brüder erneut an der Rallye teilnehmen. „Die Rallye war einfach überragend. In erster Linie ging es darum, Spaß zu haben. Es war wie früher auf Klassenfahrt“, schwärmte Daniel Joachimmeyer von der fünftägigen Erfahrung.


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