Protestaktion in GMHütte Anwohner fühlen sich beim Hochwasserschutz hingehalten

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Protestplakate zum Hochwasserschutz haben Anwohner des Bereichs Im Surtarb/Eschholz am Wochenende aufgestellt. Inzwischen sind die Schilder entfernt worden.. Foto: Swaantje HehmannProtestplakate zum Hochwasserschutz haben Anwohner des Bereichs Im Surtarb/Eschholz am Wochenende aufgestellt. Inzwischen sind die Schilder entfernt worden.. Foto: Swaantje Hehmann

Georgsmarienhütte. Der Bereich Im Sutarb/Eschholz in Kloster Oesede ist beim Hochwasser im August 2010 besonders betroffen gewesen. Die Ertüchtigung des Warmbierbachs zählt zu den Prioritätsmaßnahmen des Hochwasserschutzkonzepts. Doch die Umsetzung wird von der Stadt immer wieder verschoben.

Der Ärger bei den Betroffenen in Kloster Oesede über die Verzögerungen ist groß, da vor wenigen Wochen ein Starkregenereignis gezeigt hat, wie schnell sich Überschwemmungen wie 2010 wiederholen könnten. Dass jetzt der schon von 2015 auf 2016 verlegte Baubeginn am Warmbierbach noch einmal verschoben wurde, hat Folgen gehabt: Siegfried Borker, Sprecher der Anwohner des hochwassergefährdeten Bereichs, hat sein Amt niedergelegt.

Kosten von 50000 auf 158000 gestiegen

Grund der neuerlichen Verschiebung: Die Kosten sind von veranschlagten rund 60000 Euro auf 150000 Euro explodiert. Das ist jedenfalls das Ergebnis der Ausschreibung. Konsequenz: Auch in diesem Jahr wird es wohl nichts mehr mit der Umsetzung. Deshalb gab es am Wochenende eine Protestaktion. „Wir sind nicht besonders glücklich darüber, wie wir seit 2012 mit der Ertüchtigung des Warmbierbachs hingehalten werden“, hat Borker im Einladungsschreiben für die Aktion kritisiert. Mal sei der Boden für die nötigen Bauarbeiten zu nass gewesen, dann „war es zu kalt“, oder es fehlten die Zusagen und Unterschriften der von der Baumaßnahme direkt betroffenen Anlieger, führt er weiter aus. Außerdem sei der vorgesehene Umfang der Maßnahme ohne Rücksprache „abgespeckt“ worden. Borker: „Mit der Protestaktion wollten wir den Unmut deutlich machen.“

Die Stadt sucht mit den Anwohnern das Gespräch. Fachbereichsleiter Torsten Dimek: „Wir sind auf die Betroffenen zugegangen, haben nach dem Rücktritt des Sprechers aber die Schwierigkeit, erst einmal einen neuen Ansprechpartner zu finden.“ Nach seinen Angaben überprüft die Verwaltung gerade das Leistungsverzeichnis der Ausschreibung. Dann könnte im Laufe des Herbstes noch einmal ein neuer Anlauf erfolgen.

Protestschilder von Stadt entfernt

.Dimek: „Ich hoffe, dass wir dann ein günstigeres Ergebnis bekommen als im Sommer.“ Offen ist aber, wann die Umsetzung beginnen könnte.

Die Protestschilder der Anwohner hat der Bauhof am Wochenanfang aus dem öffentlichen Raum am Regenrückhaltebecken entfernt.


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