Aktion mit dem Gymnasium Oesede GMHütter Feriensprachkurs für Flüchtlingskinder

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Bunte Runde: Der Feriensprachkurs für Flüchtlingskinder hat zweimal die Woche in der Hauptstelle der Stadtbibliothek stattgefunden. Foto: ElbersBunte Runde: Der Feriensprachkurs für Flüchtlingskinder hat zweimal die Woche in der Hauptstelle der Stadtbibliothek stattgefunden. Foto: Elbers

we/pm Georgsmarienhütte. In den am Mittwoch zu Ende gehenden Sommerferien haben sich rund 20 Schülerinnen des Gymnasiums Oesede bei einem Sprachkurs für Flüchtlingskinder engagiert. Zweimal die Woche ist in der GMHütter Stadtbibliothek jeweils eine Stunde Mathe und Deutsch unterrichtet worden.

Die Idee zu der GMHütter Ferienaktion, zweimal die Woche etwas Abwechslung in den Tagesablauf der Flüchtlingskinder zu bringen, die im Gegensatz zu ihren deutschen Mitschülern in den sechs schulfreien Wochen nicht verreisen, hatten die pensionierten Lehrerinnen Margret Viehoff und Anne Ferié. Der passende Ort wurde mit Hilfe der im Frühjahr gegründeten GMHütter Bildungsgenossenschaft gefunden – in der Stadtbibliothek an der Schoonebeekstraße. Die benötigten Unterrichtsmaterialien sponsorte der Förderverein der Sophie-Scholl-Schule.

Ziel: Abwechslung in den Ferienwochen

Wenn die Flüchtlingskinder „Glück haben, hat die Familie bereits eine kleine Wohnung, wenn nicht, sitzen sie die ganzen Ferien über in einem Wohncontainer oder einem Zimmer im Flüchtlingsheim“, heißt es in einer Pressemitteilung zum Projekt Feriensprachkurs. Diese Zimmer seien mit vier Etagenbetten, vier Spinden udn vier Stühlen möbliert und es gebe keine Ablenkung wie Fernsehen oder Computer. Für Familienausflüge in die Umgebung oder einen Schwimmbadbesuch fehle in der Regel das nötige Geld, und einen Ferienpass hätten die meisten Kinder auch nicht.

Deshalb der Ansatz, zweimal die Woche mit einem Feriensprachkurs den Flüchtlingskindern die Möglichkeit zu geben, etwas anderes zu tun und aus dem gewohnten Umfeld herauszukommen. Unterstützt wurden die beiden Organisatorinnen von drei pensionierten Lehrkräften sowie rund 20 Schülerinnen des Gymnasiums Oesede. Die Altersgruppe reichte hier von einer von der Zehntklässlerin bis zur Abiturientin, die nach einem genauen Einsatzplan abwechselnd zweimal die Woche die jüngeren, zwischen sieben und zehn Jahren alten Flüchtlingskinder betreuten.

Die Gymnasiastinnen spielten mit ihren zum Beispiel Memory. Die Resonanz bei den kleinen Besuchern auf das Angebot war so positiv, dass der Kurs zwischenzeitlich sogar täglich stattfand. Die älteren, zwischen elf und 17 Jahre alten Kursteilnehmer erhielten in den Ferienwochen von den pensionierten Fachkräften Mathe- und Deutschunterricht. Das dürfte dazu beitragen, dass sie ab Donnerstag dann leichter wieder in den Schulalltag einsteigen.

Eine Möglichkeit ist, dass sich aus Feriensprachkurs künftig ein Angebot Hausaufgabenhilfe für Flüchtlingskinder entwickelt. Denn den ehrenamtlichen Betreuern hat der Einsatz viel Spaß gemacht.


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