Engagierter GMHütter Dr. Bernhard Beier hilft Kindern mit Diabetes auch in Indien


Georgsmarienhütte. Viele Diabetiker im Südkreis kennen den Diabetologen Dr. Bernhard Beier und seine Praxis am Harderberg. Aber nur wenige wissen, wie engagiert sich der 57-Jährige seit einiger Zeit für Kinder mit Diabetes-Erkrankung in Indien einsetzt.

Durch ein internationales Mediziner-Austauschprogramm zum Thema Füße bei Diabetes-Erkrankung lernte Beier den indischen Arzt Dr. Sharad Pendsay in Nagpur kennen. Dieser hatte als Diabetologe und in Eigeninitiative ein Hilfsprojekt ins Leben gerufen unter dem Namen „Dream Trust“. Im Rahmen dieses Projekts behandelt er kostenlos Kinder und vor allem Mädchen mit Typ 1 Diabetes , die unversorgt an dieser Krankheit sterben würden.

Weite Wege

Viele Eltern können sich auch heute noch in Indien eine medizinische Behandlung ihrer Kinder und das lebensnotwendige Insulin nicht leisten. Für Mädchen ist die Krankheit noch bedrohlicher, weil sie traditionell weniger wertgeschätzt werden als Jungen. Arme die Familien nehmen nun aber nun weite Wege in Kauf, damit Dr. Pendsay ihnen helfen kann.

Unterstützt wird der indische Arzt schon seit längerem von einigen „Dream Trust“-Freunden in Österreich und seit letztem Jahr auch von Dr. Beier und seinen elf Mitstreitern in Deutschland, die allesamt die Tücken der Krankheit kennen und den Kindern in Indien helfen wollen. „Da geht es tatsächlich um das reine Überleben“, so der erfahrene Diabetologe. „Mit nur 300 Euro pro Jahr kann man den Kindern und speziell den Mädchen ihr Leben schenken.“

Patenschaften

Von dem Geld, das vor allem durch Patenschaften gesammelt wird, erhalten die Kinder die notwendigen Messutensilien und vor allem auch Insulin. Viele bekommen dazu auch noch einen speziellen Tontopf, der das Insulin kühl hält, ähnlich wie früher bei uns die Butter, denn einen Kühlschrank besitzen die wenigsten Familien und Insulin muss kühl aufbewahrt werden, damit es wirkt.

„Und die Hilfe kommt direkt an“, so Beier, „wir haben uns alles persönlich angesehen und die Kinder kennengelernt.“ Dank der Hilfe lernen die jungen Inder mit der Krankheit zu leben und sie schöpfen Hoffnung für die eigene Zukunft. Da gibt es dann auch mal Unterstützung für den Schulbesuch oder eine Nähmaschine für ein Mädchen, damit die als Schneiderin Geld verdienen kann. Mehr aus Georgsmarienhütte im Netz  

„Wir kennen die Kinder“

„Das mag alles nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein, aber wir kennen die Kinder, denen wir direkt helfen können“, erklärt der Arzt aus Georgsmarienhütte und freut sich, dass der indische Arzt Dr. Pendsay immer mal wieder schreibt, wie es den einzelnen Patenkindern geht und wie sie sich entwickeln. Selber Vater von zwei Kindern kann sich Beier gut vorstellen, wie die Hilfe für die Kinder auch den Familien hilft, denn „es ist doch schrecklich, wenn sich ein Vater entscheiden muss, ob er alle seine Kinder ernähren oder ob er sich die Medizin für ein Kind leisten kann.“

Mehr Infos zu dem Hilfsprojekt: www.freunde-von-dream-trust.de


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