Erfolgsgeschichte Stahlwerk-Stiftung Stiftung Stahlwerk in GMHütte ein „leuchtendes Beispiel“

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Georgsmarienhütte. Eine Erfolgsgeschichte ist die 2006 gegründete Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte: Rund 520 Projekte sind in den vergangenen zehn Jahren mit insgesamt mehr als 18 Millionen Euro aus Spenden und Zinserträgen des von ursprünglich einer Million auf heute 13,5 Millionen angewachsenen Stiftungskapitals unterstützt worden.

„Sie leisten einen sehr wichtigen und unverzichtbaren Beitrag für unser Gemeinwohl und unterstützen Initiativen und Projekte, wo das Land und der Bund einfach nicht weiterhelfen können“, lobte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius am Montagabend bei der Festveranstaltung zum zehnjährigen Bestehen in der Landvolkhochschule Oesede das Wirken der Stiftung. „Sie sind ein leuchtendes Beispiel“ für gelebtes bürgerschaftliches Engagement, stellte er heraus und ging auch auf die besondere Motivation des Stahlwerks Georgsmarienhütte für diese Aufgabe ein.

Pistorius: Eine Menge erreicht

Die Motivation sei in der Präambel der zum 150-jährigen Jubiläum der Georgsmarienhütte vor zehn Jahren gegründeten Stiftung nachzulesen: „Danach ist ihre Unternehmenskultur geprägt von der Überzeugung, dass aus Eigentum und wirtschaftlichem Erfolg eine unternehmerische Verantwortung für das Gemeinwohl erwächst.“ So etwas sei bei jedem Unternehmen wünschenswert, so Pistorius.

Die Stiftung habe seit 2006 „eine Menge erreicht‘“ und „sich einem breiten Spektrum an Aufgaben“ gewidmet , hob Pistorius hervor. Es gebe „fast nichts an gemeinnützigen Zwecken“, denen sich die Stiftung nach ihrer Satzung nicht widmen könne. Dabei sei sie bei ihren Förderungen „richtungsweisender Vorreiter“, erinnerte Niedersachsens Innenminister daran, dass bereits 2013 ein Projekt für die Integration syrischer Kinder gefördert wurde.

Zuvor hatte der Arbeitsdirektor des Stahlwerks Georgsmarienhütte GmbH, Felix Osterheider, die rund 100 Gäste für das Unternehmen, das Stifter ist, begrüßt und sich beim Gründungsvorstand mit Hermann Cordes (Vorsitzender), Osnabrücks Alt-Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip und Ex-Oberkreisdirektor Heinz-Eberhard Holl für deren Arbeit bedankt: „Ihr habt die Stiftung aufgebaut und in den vergangenen zehn Jahren mit Leben gefüllt .“ In das Dankeschön schloss er auch Geschäftsführerin Beate-Maria Zimmermann und Heike Siebert als Hauptamtliche mit ein. Aus Altersgründen ist zum Jubiläum ein Wechsel im Vorstand erfolgt: Cordes, Fip und Holl sind ausgeschieden und haben die Arbeit an Ernst Schwanhold, Walter Roppes und Beate-Maria Zimmermann als geschäftsführendes Mitglied übergeben.

Schwerpunkte der Förderung

In seinem Rückblick ging der bisherige Stiftungsvorsitzende Hermann Cordes noch einmal auf Schwerpunkte der bisherigen Förderungen ein. Er dankte den Vorstandskollegen und Geschäftsführung für die „harmonische, einvernehmliche und zielführende Zusammenarbeit“. Er freut sich, ein „bestelltes Feld und eine etablierte Stiftung“ an seine Nachfolger zu übergeben: „Wir haben uns in der Stiftungslandschaft der Region und nicht nur dort, sondern auch auf Landes- und Bundesebene etabliert. So sei die Stahlwerk-Stiftung im Netzwerk Bildung, der Transfergesellschaft – das ist die Nachfolgeeinrichtung der früheren Bundesinitiative ,Lernen vor Ort‘ – aber auch im Bundesverband der Stiftungen vertreten.“

Förderschwerpunkte seien in den vergangenen zehn Jahren gewesen: „Initiativen zu fördern, damit junge Menschen möglichst gleiche Chancen erhalten und gesichert und unterstützt von der Geburt bis zum problemlosen Einstieg in das Berufsleben kommen.“ Rund die Hälfte der insgesamt 18 Millionen Euro Fördermittel seien für Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen gewährt worden, 15 Prozent für Kunst und Kultur, 12 Prozent in Integrationsprojekte geflossen und mit jeweils 8 Prozent die Bereiche Gesundheit, Geschichte bewahren und Völkerverständigung schaffen bedacht worden.

Als Schwerpunktprojekte hob er besonders die Hilfe für ALS-kranke Menschen an der Berliner Charité, die Villa Seligmann in Hannover, wo das „Europäische Zentrum für jüdische Musik“ entstanden ist, die Gesunde Stunde , eine gemeinschaftliche Einrichtung von Kinderhospital Osnabrück und Gesundheitsdienst in Stadt und Landkreis, die heute ein eingetragener Verein ist, die Offenen Cafés in 30 Familienzentren in der Region, die Kooperation der GMHütter Sophie-Scholl-Schule mit der Berufsbildungsgesellschaft des Stahlwerks und die Psychosoziale Beratungsstelle der Osnabrücker Krebsstiftung hervor.

Cordes bedankte sich am Ende nochmals bei allen „Aktivisten“ der Stiftung Stahlwerk und verteilte drei „Jubiläumsgeschenke“: Jeweils 20000 Euro gehen an die ALS-Ambulanz, den Landkreis als Träger der „offenen Cafés“ in den Familienzentren und die psychologische Krebsberatungsstelle, um langjährigen Förderprojekten noch einmal einen Anschub zu geben.

Ausblick auf künftige Arbeit

Zum Abschluss gab dann der neue Stiftungsvorsitzende Ernst Schwanhold einen kurzen „Ausblick“ auf die künftige Arbeit. „Ich freue mich auf die vielfältigen Aufgaben und bin schon echt gespannt auf die Kontakte mit den einzelnen Projektträgern“, erklärte er. Jetzt gelte es, die erfolgreiche Arbeit fortzusetzen, wobei hier Kontinuität und „Nachhaltigkeit von besonderer Bedeutung“ seien.


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