GMHütte will Düte naturnah verlegen Beim Hochwasserschutz fehlen noch 35 Prozent der Flächen

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Georgsmarienhütte. Die noch fehlenden Gutachten werden voraussichtlich bis Ende Juli vorliegen, bis Ende August soll dann die Abgabe der Antragsunterlagen für die Genehmigung für den Hochwasserschutz im GMHütter Stadtzentrum und eine naturnahe Verlegung der Düte im Bereich Wiemann erfolgen. Für die Umsetzung muss aber noch der Erwerb der benötigten Restflächen erfolgen.

Nach den Ausführungen von Fachbereichsleiter Torsten Dimek vergangenen Woche in der Ratssitzung ist nach derzeitigem Stand davon auszugehen, dass die geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen im Zentrum genehmigungsfähig sind. „Alle Vorgaben der Richtlinien werden eingehalten“, hat er im Rat erklärt.

65 Prozent der Flächen im Zugriff der Stadt

Allerdings ist auch noch ein größerer Flächenerwerb notwendig, um das Hochwasserrückhaltebecken mit einem Volumen von bis zu 85000 Kubikmetern, am Ende auch zu realisieren. Dimek auf Antrage unserer Redaktion: „Aktuell sind rund 65 Prozent der Flächen im Eigentum oder stunden der Stadt für den Bau zur Verfügung“, wobei der letzte Teil der Aussage sich auf Wiemann-Grundstücke bezieht. Um die 35 Prozent des benötigten Staubereichs muss danach noch erworben werden.

Hier laufen nach Angaben aus dem GMHütter Rathaus derzeit die Verhandlungen mit den beiden Flächeneigentümern. Letzter Stand laut Verwaltung: „Wir sind auf gutem Weg.“

Aber bekannt ist auch, dass schon seit längerem in der Sache verhandelt wird, und bisher noch kein unterschriftsreifer Vertrag auf dem Tisch liegt. GMHüttes Bürgermeister Ansgar Pohlmann bleibt optimistisch: „Es laufen konstruktive Gespräche.“

In der Ratssitzung hatte SPD-Ratsmitglied Heiner Trimpe-Rüschemeyer noch einmal explizit zu den benötigten Flächen nachgefragt, dass es bei den Mehrkosten von 950000 Euro , die von der Oeseder Möbelindustrie übernommen werden, allein um die Baukosten handelt – ohne noch zu vollziehenden Flächenerwerb. Das ist von Fachbereichsleiter Dimek bestätigt worden.

Muss Wiemann möglicherweise nichts dazu bezahlen?

Es hat bei der Diskussion des Hochwasserschutzes Zentrum im Planungsausschuss hier auch Äußerungen gegeben, die davon ausgehen, dass Wiemann möglicherweise gar nichts zahlen muss, sondern sich die Kosten des Grunderwerbs am Ende im Bereich der 950000 Euro bewegen könnten. GMHüttes zuständiger Fachbereichsleiter will sich zu solchen Spekulationen nicht beteiligen: „Das wird alles das weitere Verfahren zeigen.“


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