Märchenhafter Klassiker „Jim Knopf“ auf der Waldbühne Kloster Oesede

Von Danica Pieper

Meine Nachrichten

Um das Thema Georgsmarienhütte Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Georgsmarienhütte. Mit „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ zeigt die Waldbühne Kloster Oesede in diesem Jahr einen echten Klassiker. Am Sonntag feierte das Musical nach dem Kinderbuch von Michael Ende seine umjubelte Premiere.

Aufregung in Lummerland: Der Postbote – der im Go-Kart die Waldbühne hinunter gerauscht kommt – hat ein Paket für Frau Mahlzahn. Das Problem: Auf Lummerland gibt es keine Frau Mahlzahn. Es gibt König Alfons (Thomas Marstall), Frau Waas (Ute Steffen), den Fotografen Ärmel (Michael Kasselmann) und Lukas den Lokomotivführer (Hermann-Josef Diekmeyer) und seine Lokomotive Emma.

Ein Baby im Paket

Da Frau Waas auch eine Frau ist, öffnet sie das Paket, in dem sich ein Baby befindet. Frau Waas adoptiert den kleinen Jungen, der den Namen Jim Knopf bekommt. Den König plagt allerdings die Angst vor einer Überbevölkerung auf der Insel mit zwei Bergen, sodass er Lukas vor die Wahl stellt: Entweder schafft er Emma ab, oder Jim Knopf (Ben Wörmann) verlässt Lummerland.

Kurzerhand verlassen Lukas und Jim die Insel und landen im fernen China. Dort fassen sie den Entschluss, die Tochter des Kaisers zu befreien, die von Piraten entführt wurde. Auf ihrer Reise in die Drachenstadt, wo sich die Prinzessin aufhalten soll, treffen sie eine Reihe wunderlicher Gestalten: Einen Riesen, der keiner ist, ein Drache, der nur ein halber ist – und schließlich die böse Frau Mahlzahn (Cordula Balzerowski), die Prinzessin LiSi (Josephine Kamp) und weitere Kinder aus aller Welt gefangen hält. Mit List, Tücke und vereinten Kräften versuchen Jim, Lukas und Emma, den Drachen Mahlzahn zu überwältigen.

Christian Berg brachte 1999 eine Musicalversion von Michael Endes Kinderbuchklassiker auf die Bühne, die Regisseur Lars Linnhoff und die musikalische Leiterin Sabrina Vieweber in Kloster Oesede mit fast 60 Darsteller inszenieren. Bei der Premiere legten alle Akteure eine hohe Professionalität an den Tag. Neben den beiden Hauptdarstellern waren es vor allem Tanja Neumann als verzweifelter Halbdrache Nepomuk und Frida Gülker als gewitztes Chinesenkind Ping Pong, die das Publikum in ihren Bann zogen.

Der dritte Hauptdarsteller von „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ waren allerdings die Requisiten. Die Zuschauer staunten hörbar über die kleine, dampfende Lokomotive Emma, mit der Lukas über die Bühne sauste, oder den Scheinriesen, der hinter Wüstenbergen auftaucht. Dass das Team innerhalb weniger Tage einen zweiten, imposanten Drachenkopf für Frau Mahlzahn fertigte, nachdem der erste auseinanderbrach, war nur ein weiterer Beweis für die Professionalität der Waldbühne.

Gelungen Inszenierung

Zusammen mit den farbenprächtigen Kostümen und den eingängigen Liedern von Konstantin Wecker erwies sich „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ als rundum gelungene Inszenierung, die das Premierenpublikum mit tosendem Applaus belohnte.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN