Waldwoche der Kita Birkenlund Kita-Kinder sind vom Infomobil der Jägerschaft begeistert



Hilter. Der evangelische Kindergarten Birkenlund veranstaltet gerade seine alljährliche Waldwoche im Wald in Hankenberge. Nun kam das Infomobil der Jägerschaft Osnabrücker-Land dorthin zu Besuch. Elisabeth und Martin Drop sowie Sabine Elbert hatten Jagdmobil nicht nur rund 100 präparierte Tiere, sondern auch verschiedene Felle und Informationstafeln mitgebracht.

So mancher Waldspaziergänger oder Jogger wird sich am Mittwochmorgen wohl über Jaghorn-Signale gewundert haben, denn die beiden Jäger Sabine Elbert und Martin Drop hatten zu ihrem Treffen mit den Kindern des Kindergartens Birkenlund ihre Instrumente mitgebracht. Deren Signale waren ebenso schon aus der Ferne zu hören, wie die Rufe der begeisterten Kinder. Denn nach dem sich die Jäger vorgestellt hatten, bliesen sie auf den Jagdhörner den Tag an. „Danach haben sie erzählt, was ein Jäger so alles braucht und in seinem Rucksack dabei hat“, berichteten Erzieherin Claudia Grafe und Stefanie Eick, die die Kinder begleiteten.

Viele Waldbewohner zum Anfassen und Anschauen

Das Infomobil der Jägerschaft hatte in Hilter einen seiner ersten Einsätze : Einen Großteil der dazugehörigen, präparierten Tiere wie Füchse, Hasen, Marder, Uhus und Enten hatten die Drops und Elbert aus dem Infomobil geholt und in Gruppen aufgebaut: In einem Pavillon auf einer Biergartengarnitur, an einer Informationswand und im Hänger konnten die Kinder die Wald- und Wiesenbewohner ganz genau anschauen, während man sie in freier Wildbahn häufig nur aus der Ferne beobachtet werden kann. „Ich finde den Fuchs schön“, erklärte Anton (3), und das sah Jakob (3) genauso. Noah (4) und Lika (4) wiederum favorisierten: „Das Häschen“, und Lenie (6) schwärmte vom Maulwurf. „Den habe ich auch schon mal in echt gesehen“, berichtete sie, und Elbert hatte beobachtet: „Unser Uhu ist ein echtes Highlight, und der Fuchs ist auch sehr beliebt.“

Ein kleines Fell-Quiz

Elisabeth Drop betreute die zweite Station des Jagdmobils: Sie hatte Spielzeugtiere in der Hand, die die Kinder zunächst richtig benennen mussten. Dann ging es darum, diese auf die passenden auf dem Waldboden ausgelegten Felle zu legen. „Das konnten die Kinder ganz toll“, lobte Drop: „Alle wollten die Tiere und die Felle anfassen.“ Besonders gut gefallen habe den Kindern das Hasenfell, weil dieses so weich ist – im Gegensatz zum Wildschweinfell.

Eine Urkunde zur Erinnerung

Zum Schluss gab es für alle Kinder eine Urkunde zur Erinnerung, doch diese mussten sie sich erst einmal verdienen – unter anderem mit der Fell-Übung. Außerdem traten die Kita-Kinder im Zapfenweitwurf gegen einander an, und sie mussten im Gespräch Fragen der Jäger beantworten. „Viele wussten zum Beispiel, dass der männliche Part bei den Tieren meist bunter ist und die weiblichen Tiere farblich zurückhaltender sind“, hatte Elbert festgestellt.

Neugier auf die Jagdhunde

Davon abgesehen hatten die Kinder auch selbst einige Fragen – und das nicht nur zu den Wildtieren: „Wie alt ist denn der Hund?“, wollte ein Junge mit Blick auf den Münsterländer der Drops wissen: Mit vier Jahren war Quintus älter als einige der gut 60 Kindergartenkinder, die in Gruppen zum Jagdmobil kamen. Doch der Quintus ließ sich trotz seines noch recht jungen Alters von den Kindern nicht aus der Ruhe bringen. Gleiches galt für Frieda, Elberts Dackel-Schweißhund-Mischling. „Zwischendurch versuchten, zehn Kinder sie zu streicheln“, so deren Besitzerin.

Die Waldwoche der Kita Birkenlund

„Die „Waldwoche“ machen wir eigentlich so lange, wie wir existieren. Zwischendurch hatten wir nur zwei, drei Jahre Pause, weil die Versicherung nicht geklärt war“, berichtete Eick. In der Waldwoche haben die Kita-Kinder im Wald einen festen, eingegrenzten Lagerplatz, von dem aus sie Spaziergänge machen, den Wald erkunden sowie Tiere suchen und beobachten. In diesem Jahr hätten sie unter anderem schon einen Feuersalamander und eine Kröte gefunden, so die beiden Kita-Mitarbeiterinnen, die erzählten, dass das Zusammenstellen von Bildern aus Naturmaterialien sowie das Bauen von Waldsofas ebenfalls auf dem Programm stehen würde. „Davon abgesehen sind Picknicks für die Kinder ein ganz großes Thema“, wusste Grafe, und Eick erklärte: „Und wir natürlich begleiten die Kinder besonders, die den Wald nicht kennen.“


Das Infomobil der Jägerschaft Osnabrücker-Land besteht aus einem Kastenanhänger, der unter anderem Tierpräparaten von Fuchs, Marder, Dachshund oder Waschbär enthält sowie Präparate gefiederte Wald- und Wiesenbewohner. Neben den rund 100 Präparaten zeigen die Jäger auf rund 30 großflächigen Tafeln die meisten Facetten unserer Umwelt. Auch Felle, Geweihknochen, präparierte Tierpfoten gehören zur Ausstattung. Auf dem Großbildschirm mit Lautsprecheranlage können Tierfilme gezeigt, aber auch Laute der Wildtiere, ihre Spuren und andere Bilder aus der Natur wiedergegeben werden. Das Infomobil wird zudem zur Vorbereitung auf die staatliche Jägerprüfung eingesetzt. Das 25000 Euro teuere Gefährt konnte dank vieler Sponsoren und Spenden realisiert werden. Die Betreuung des mobilen Lernortes Natur übernehmen die örtlichen Hegeringe, von denen es im Bereich der Jägerschaft Osnabrück Land zehn gibt. Bisher waren die Waidmänner rund 50-mal jährlich zur Natur- und Umweltbildung unterwegs. Das Infomobil der Jägerschaft kann über die örtlichen Hegeringe gebucht werden. Interessenten steht als Ansprechpartner auch Reinhard Korbel unter Telefon 05403/4553 zur Verfügung.

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