Schnelles Internet für GMHütter Betriebe In GMHütte fließen 900.000 Euro in Breitbandausbau

Glasfaser-Verteiler: Der Breitband-Ausbau soll im Landkreis vorangetrieben werden, damit das Osnabrücker Land im Rennen um die Zukunftsfähigkeit nicht wertvollen Boden verliert. Foto:Mareen FischingerGlasfaser-Verteiler: Der Breitband-Ausbau soll im Landkreis vorangetrieben werden, damit das Osnabrücker Land im Rennen um die Zukunftsfähigkeit nicht wertvollen Boden verliert. Foto:Mareen Fischinger

Georgsmarienhütte. Die Entscheidung fällt in der Ratssitzung am 22. Juni: In GMHütte sollen Kabelverzweiger in der Brannenheide und Holzhausen mit Glasfaser angeschlossen werden sowie drei Gewerbegebiete Glasfaserdirektanschlüsse bekommen.

Die Ausbaupläne sind Teil des geplanten Infrastrukturprogramms von Kreis und Kommunen , um bis 2018 im Landkreis schnelles Internet mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde zu garantieren. Das Thema hat am Mittwochabend auch den nicht-öffentlich tagenden GMHütter Verwaltungsausschuss (VA) beschäftigt.

Schnelles Internet für Brannenheide und Holzhausen

Für die Hüttenstadt ist im ersten Schritt vorgesehen, die beiden nach aktuellem Stand von der Deutschen Telekom nicht für einen Ausbau vorgesehenen Kabelverzweiger an der Wellendorfer Straße in der Brannenheide und der Hildegard-von-Bingen-Straße in Holzhausen durch die vom Landkreis gegründete Telkos GmbH mit Glasfaser anzuschließen. Ferner sollen die Gewerbegebiete – das Gewerbegebiet am Stahlwerk, das Industriegebiet Osterheide und das Gewerbegebiet Vockenhof – mit Glasfaserdirektanschlüssen ausgestattet werden. Das würde für rund 100 Gewerbetreibende schnelles Internet bedeuten.

Nach den Berechnungen des Landkreises sind hierfür Investitionskosten in Höhe von knapp 900.000 Euro notwendig. 16 Kilometer Glasfaserleitungen sollen in GMHütte verlegt werden. Besonderheit der lokalen Situation: Es kann beim Ausbau voraussichtlich nicht auf Leerrohre der Telekom zurückgegriffen werden, da diese vom Netzbetreiber nicht vermietet werden. Außerdem sehen die Pläne vor, dass Glasfaserleitungen miteinander vernetzt werden, damit später noch weitere Bereich im Stadtgebiet über dieses Netz angeschlossen werden können.

Von den insgesamt 886.000 Euro, die aufzuwenden sind, würde der Kreis 470.000 Euro übernehmen. Von der Stadt GMHütte wären rund 416.000 Euro zu tragen. In der Summe enthalten: der vorgesehene Solidarbeitrag der Kommunen von einem Euro pro Einwohner. Die endgültigen Details der zwischen dem Landkreis sowie den Städten und Gemeinden zu schließenden öffentlich-rechtlichen Vereinbarung sollen bis zur Sitzung des Verwaltungsausschusses Mitte Juni vorliegen.

Ausbauvolumen: bis zu 39 Millionen Euro

Für die als erster Ausbau-Schritt vorgesehenen Investitionen müssen insgesamt mehr als 15 Millionen Euro finanziert werden. Bei Ausschöpfung aller Förderoptionen könnte der Breitband-Ausbau am Ende ein Volumen von bis zu rund 39 Millionen Euro haben. Landkreissprecher Burkhard Riepenhoff: „Ohne diesen digitalen Ausbau würde das Osnabrücker Land im Rennen um die Zukunftsfähigkeit wertvollen Boden verlieren. Deshalb arbeiten auch ausnahmslos alle Städte, Gemeinden und Samtgemeinden mit dem Landkreis gemeinsam an dieser Aufgabe, die nur gemeinsam erfolgreich gemeistert werden kann.“


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