4000 Euro für Luthergemeinde Projekt aus GMHütte gewinnt Preis der Landeskirche

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Die Preisträger aus GMHütte (von links) Nils Donadell, Karl-Heinz Mentrup, Annegret Mentrup und Anni Hagemann freuen sich mit Landesbischof Ralf Meister (rechts). Foto: Jens SchulzeDie Preisträger aus GMHütte (von links) Nils Donadell, Karl-Heinz Mentrup, Annegret Mentrup und Anni Hagemann freuen sich mit Landesbischof Ralf Meister (rechts). Foto: Jens Schulze

Hannover/Georgsmarienhütte. Landesbischof Ralf Meister hat vor Kurzem den Förderpreis der Hannoverschen Landeskirche verliehen: Fünf Projekte aus dem Bereich der kirchlichen Arbeit mit Älteren wurden im Niedersächsischen Landesmuseum in Hannover prämiert. Den mit 4000 Euro dotierten 1. Preis erhielt das Projekt „Große Füße für die kleinen Füße“ der Luther-Kirchengemeinde in Georgsmarienhütte.

Die musikalische Umrahmung der Preisverleihung übernahm das Musikduo Fräulein Zugvogel, den Festvortrag hielt die Direktorin des Niedersächsischen Landesmuseums Hannover, Prof. Katja Lembke.

Angebote für die jüngeren Alten

„Ich bin beeindruckt von der Professionalität aller Projekte, die sich um den Förderpreis beworben haben, und vom Engagement der Verantwortlichen“, sagte Landesbischof Ralf Meister bei der Veranstaltung. „Die Arbeit mit und für die Generation 60plus ist ein wichtiges Aufgabenfeld für uns als Kirche. Die Förderpreis-Projekte stehen mit ihren unterschiedlichen Ausgestaltungen beispielhaft für kreative und zukunftsweisende Formen der Arbeit mit Älteren.“

Besonderes Kriterium des Förderpreises war es, dass die Projekte von Frauen und Männern der „Generation 60 plus“ mit initiiert werden mussten. „Die Arbeit mit Seniorinnen und Senioren gehört in Kirchengemeinden und Einrichtungen unserer Landeskirche ganz selbstverständlich dazu und wird überwiegend von älteren Menschen selbst gestaltet und verantwortet. Seit einigen Jahren beobachten wir dabei einen Generationswechsel. Die jüngeren Alten der Generation 60 plus wünschen sich andere Angebote als den klassischen Seniorennachmittag“, beschrieb Oberkirchenrätin Dr. Heike Köhler aus der Wettbewerbs-Jury die besondere Herausforderung des Arbeitsfeldes.

Projekt gegen soziale Ausgrenzung und Bildungsarmut

Umgesetzt hat diese neue Ausrichtung der Arbeit mit Älteren laut Mitteilung der Landeskirche in besonderer Weise das Projekt „Große Füße für die kleinen Füße“ der Lutherkirchengemeinde Georgsmarienhütte. Ehrenamtliche und beruflich Mitarbeitende engagieren sich mit zahlreichen Angeboten gegen soziale Ausgrenzung und Bildungsarmut und geben so vielen Eltern und Kindern in einem schwierigen sozialen Umfeld eine Zukunftsperspektive. „Uns macht Freude, dass sich bei unseren Angeboten Menschen aus unterschiedlichen Generationen und Kulturen begegnen und wir einen Beitrag zur sozialen und sprachlichen Integration von Menschen mit Migrationshintergrund leisten können“, erklärt Pastor Nils Donadell .

Maßgeblich verantwortlich für das Engagement der 30 Ehrenamtlichen, von denen zwölf der Generation 60plus angehören, ist Hans Altenbernd (72). Vater-Kind Frühstück, ein offenes Elterncafé und ein interkultureller Frühstückskreis gehören ebenso zum Projekt wie Betreuungsangebote für Kinder am Nachmittag.

Kulturfest im Sommer geplant

Für die Zukunft haben sich die Projektverantwortlichen viel vorgenommen: Im noch im Bau befindlichen Gemeindehaus werden neue Räume bezogen und im Sommer ist ein großes Kulturfest geplant. „Wir wünschen uns, dass auch in Zukunft deutlich wird: Es wird eben nicht alles weniger, sondern es bewegt sich sichtbar etwas im Viertel!“

Insgesamt hatten sich 22 Projekte aus der gesamten Hannoverschen Landeskirche um die insgesamt 11000 Euro Preisgeld beworben. Die Spanne der Projekte reichte von Service-Angeboten wie PC-Kursen von Älteren für Ältere über das Engagement für Flüchtlinge bis zu kreativen Möglichkeiten mit den Folgen des demografischen Wandels umzugehen. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor sei bei allen Wettbewerbsprojekten deutlich geworden, bilanzierte Heike Köhler: „Angebote für Ältere funktionieren dann gut, wenn es gelingt, dass ältere Menschen ihre besonderen Kompetenzen und ihre Lebenserfahrung segensreich für Andere einsetzen können. Das geschieht schon an vielen Stellen, wie die Projekte im Wettbewerb zeigen – aber da ist noch viel mehr möglich.“


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