Sophie-Scholl-Schule stellt sich vor Tag der offenen Tür in Georgsmarienhütter Schule

Von Frank Muscheid

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Georgsmarienhütte. Von den Vorzügen der Sophie-Scholl-Schule haben sich am Freitag in Georgsmarienhütte rund 20 Eltern und Schüler ein Bild gemacht: Am Standort Kirchstraße war „Tag der offenen Tür“.

Eine Besonderheit seien die beiden Standorte, sagte Schulleiter Mark Reinhardt. In Kloster Oesede und der Kirchstraße würden je 160 Schüler unterrichtet. „Nur in der Kirchstraße schulen wir aber noch ein.“ Der andere Standort werde voraussichtlich in den nächsten drei Jahren auslaufen . Die Sophie-Scholl-Schule sei, typisch für Hauptschulen, deutlich kleiner als andere Schulformen, mit Klassen von 15 bis kaum mehr als 20 Schülern. Die Schwerpunkte lägen auf Berufsorientierung und -vorbereitung, „daher die vielen praktischen Fächer“.

Starke Schulsozialarbeit

Reinhardt: „Wir haben drei Schulsozialarbeiter, die unsere Schüler umfangreich unterstützen.“ Etwa beim „Sozialen Lernen“ eine Stunde pro Woche, so Schulsozialarbeiter Stefan Fehren. Bei einer „Kooperationsübung“ erprobte er die Teamfähigkeit der Besucher, die per „Seilkran“ gemeinsam Bauklötze stapeln mussten. „Wenn man als Team zusammenarbeitet, funktioniert das ganz einfach.“ Soziales Lernen helfe einer Klasse, solch ein gutes Team zu werden. Neben der Berufsvorbereitung werde auch bei Lebenskrisen geholfen, so Reinhardt. „Die Sozialarbeiter gehen bei Bedarf in die Familien und helfen.“ Das entlaste die Lehrer. Drei Schulsozialarbeiter auf 300 Schüler sei genau die richtige Quote. „Das ist eine unserer Stärken.“

Modellbau begeistert

Vorbereitet und betreut hatten die etwa zweistündige Aktion aller Fachbereiche etwa zehn Lehrer und 40 Schüler. Sie machten Lust auf ihre Schule. Wie die Modellbau-AG, die Thomas Hamm leitet. Die Schule beteilige sich am Projekt „Modellbau macht Schule“ mit der Firma „Revell“ aus Bünde. „Die Schüler müssen Bauanleitungen verstehen, entwickeln Kreativität und helfen sich gegenseitig.“ Dennis Müller aus Georgsmarienhütte hat schon früher ein Modellhaus gebaut – und die Modellbau-AG für sich entdeckt: „Das Zusammenbauen der Teile macht mir Spaß“, das fertige Modell schenke er seinem Bruder. Mirco Moosdorf aus Hasbergen konzentriert sich auf einen LKW. Er hat Freude dran, „die fertigen Modelle zu sehen. Mich interessiert, wie die Autos zusammengebaut sind, die PS und Leistung dahinter.“ (Weiterlesen: Talent trifft Ausbildung in Georgsmarienhütte)

Praktisch orientiert

Zwei zentral freischaltbare Computerräume bieten geschützte Internetzugänge und Office-Programme für Referate oder Lebensläufe, erklärte Lehrer Jörg Ritterbusch. Im Untergeschoss sind die praktischen Fächer mit Werk-, Kunst- und Textilräumen angesiedelt. Textillehrerin Marianne Reike zeigte dort, wie genäht und geflickt wird und betonte: auch Jungs strickten hier mit Begeisterung Wollschals. Effektvolle biochemische Versuche zeigte Ilka Gutsche, Richard Stang brachte im modernen Physikraum mit Fünftklässlern einen Konstantandraht zum Glühen. Dokumentenkamera und Beamer werfen dort Details und Experimente für alle Sitzreihen an die Wand.

Zu Unrecht ein schlechter Ruf

Henner Lesemann zeigte im Werkbereich mechanische Projekte aus Holz. Für die Metallverarbeitung nutze die Schule die Lehrwerkstatt der Georgsmarienhütte. Auch die Lehrküche, wo Heike Schwenteck lehrt, beeindruckte. Hier bereitet die Schülergenossenschaft ihre Catering-Leckereien vor. „Hauptschulen haben völlig zu Unrecht mit einem schlechten Ruf zu kämpfen“, betonte Reinhardt. „Wir leisten hervorragende Arbeit und haben ein tolles Schulklima, durchweg zufriedene Kinder und glückliche Eltern.“


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