GMHütter Kunstschule setzt Akzente Paletti-Projekt auf den Spuren Franz Heckers

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Die Perspektive, wie Franz Hecker sie einst jeweils hatte, wählen die Teilnehmer des Projekts „Heimat und Fremde“. Unser Foto zeigt im Hintergrund Paletti-Leiterin Marion Strothmann, Vorstand Johannes Dälken von der Egerland-Stiftung und Ina Oetken sowie die jungen Teilnehmerinnen Hanna und Laureta. Foto: Hermann PentermannDie Perspektive, wie Franz Hecker sie einst jeweils hatte, wählen die Teilnehmer des Projekts „Heimat und Fremde“. Unser Foto zeigt im Hintergrund Paletti-Leiterin Marion Strothmann, Vorstand Johannes Dälken von der Egerland-Stiftung und Ina Oetken sowie die jungen Teilnehmerinnen Hanna und Laureta. Foto: Hermann Pentermann

Georgsmarienhütte. Die GMHütter Kunstschule Paletti nutzt die räumlichen Möglichkeiten und Kapazitäten, die der im Sommer bezogene Standort im Kutscherhaus bietet, für neue Kursangebote. Dazu zählt das von der Egerland-Stiftung geförderte Projekt „Heimat und Fremde – auf den Spuren von Franz Hecker“, das sich besonders an junge Teilnehmer mit Migrationshintergrund wendet.

Einmal im Monat treffen sich acht zwischen sechs und dreizehn Jahre alten Schüler, von denen viele in den letzten Jahren in Deutschland eine neue Heimat gefunden haben, in der Kunstschule. Dort setzen sie sich unter der Leitung der Kunstpädagoginnen Ina Oetken und Julia Martin mit Leben und Werk Franz Heckers auseinander. Viele seiner Landschaftsmotive sind in der Region entstanden, und auch die Gruppe besucht Villa Stahmer, Rittergut Osthof oder Gut Sandfort, um anhand der dort entstandenen Werke nachzuvollziehen, welche Wirkung diese Orte auf den Künstler hatten.

Integrative Bildungsarbeit

Kunstschulleiterin Marion Strothmann: „Der Ansatz ist, dass in der Gruppe altersgerecht künstlerisch das Thema Heimat und Fremde reflektiert wird.“ Es sei spannend zu sehen, welche Kreativität in den entstehenden Arbeiten zum Ausdruck komme.

Im Mittelpunkt des Projekts steht integrative Bildungsarbeit. Strothmann: „Die Kunstschulen in Niedersachsen verzeichneten generell verstärkt Anfragen nach künstlerischen Angeboten für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund.“ Die Egerland-Stiftung fördert seit der Gründung die Integration junger Menschen aus anderen Ländern. Stiftungs-Vorstand Johannes Dälken: „Wir sind dem europäischen Gedanken und der Jugendförderung besonders verpflichtet, und da passt die Idee des Projektes, eine offene Haltung zu fördern und kulturelle Hemmschwellen zu überwinden.“ Er kann sich auch eine Fortsetzung der Förderung vorstellen, da es hier besonders um Nachhaltigkeit geht.

Für die beiden Paletti-Kunstpädagoginnen, die das „Heimat und Fremde“-Projekt betreuen, ist es eine „tolle Sache“ zu sehen, wie die Teilnehmer sofort Kontakt gefunden haben und trotz unterschiedlicher Herkunftsländer viele Gemeinsamkeiten feststellen. Ina Oetken: „Das klappt, obwohl die Schüler nur geringe Deutschkenntnisse haben.“

Niedersächsischer Kunstschultag am 12. Juni

Zum Abschluss des Projekts wird es im Rahmen des Paletti-Programms zum Niedersächsischen Kunstschultag am Sonntag, 12. Juni, eine kleine Ausstellung der entstandenen „Heimat und Fremde“-Arbeiten im GMHütter Kutscherhaus geben. Dort können sich die Besuche auch noch einmal über das dank des neuen Standorts erweiterte Angebot der Kunstschule informieren. Leiterin Marion Strothmann: „Statt der rund 30 Kursen, die bisher möglich waren, können wir aufgrund der größeren Räumlichkeiten jetzt pro Semester um die 50 Angebote machen.“


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