Schulterschluss für bessere Bildung Bildungsgenossenschaft GMHütte gegründet

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Die Buchstaben GBG stehen jetzt für Georgsmarienhütter Bildungsgenossenschaft. Unser Foto zeigt (von links) Nina Fischer, Anne Ferié (frühere Schulleiterin), Christoph Höwekamp, Hartmut Klipsch und Wilhelm Grundmann. Foto: Swaantje HehmannDie Buchstaben GBG stehen jetzt für Georgsmarienhütter Bildungsgenossenschaft. Unser Foto zeigt (von links) Nina Fischer, Anne Ferié (frühere Schulleiterin), Christoph Höwekamp, Hartmut Klipsch und Wilhelm Grundmann. Foto: Swaantje Hehmann

Georgsmarienhütte. Nach längerem Vorlauf sind endlich alle Hürden genommen: Vergangenen Freitag ist die Georgsmarienhütter Bildungsgenossenschaft (GBG) gegründet worden. Das Ziel: die Bildungsqualität in der Hüttenstadt zu verbessern.

Bei den zehn GBG-Gründungsmitgliedern, zu denen zum Beispiel Stadtbibliothek-Leiter Christoph Höwekamp, Bürgermeister Ansgar Pohlmann oder Stadtwerke-Geschäftsführer Wilhelm Grundmann zählen, herrscht Aufbruchstimmung, um bessere Bedingungen für lokale Bildungsangebote zu schaffen.

Geld für Bildungsprojekte

Vielleicht am meisten gilt das für Vorstandsmitglied Hartmut Klipsch, der nach der Kommunalwahl 2011 die Idee hatte, eine Bildungsstiftung in GMHütte ins Leben zu rufen, um Geld für Ideen und Projekte zur Verfügung zu stellen, die im Alltag ansonsten oft keine Chance auf eine Förderung haben.

Der frühere Realschullehrer und langjährige SPD-Ratsvertreter Klipsch: ,,Ich habe in der Zeit als früherer Vorsitzender des Ausschusses für Soziales, Schule und Kultur oft erlebt, dass gute Projekte nicht umgesetzt werden konnten, da keine Förderung möglich war. Hier wollen wir jetzt neue Wege gehen und durch eine breite Allianz aus Stadt, Wirtschaft und Bildungsträgern Kooperationen ermöglichen, die in GMHütte dann insgesamt die Bildungsqualität verbessern.“ ( Weiterlesen: Haushalt 2016 eingebracht – Fördermittel für Kultur, Bildung und Sport )

Genossenschaft

Die Variante, statt einer Stiftung eine Bildungsgenossenschaft zu gründen, hat Bürgermeister Ansgar Pohlmann in die Diskussion gebracht: ,,Die Idee ist, dass sich die an dem Thema Bildung Interessierten in unserer Stadt selber als Genossen in den Prozess einbringen und dazu beitragen, die Angebotspalette weiterzuentwickeln.“

So sei das Thema auch am besten in möglichst viele Köpfe zu bekommen, hofft er, auf viele aktive Unterstützer. Mögliche Projekt-Felder sind für ihn zum Beispiel die Unterstützung des Übergangs vom Kindergarten zur Schule, der Austausch zwischen den Bildungsakteuren in GMHütte, die noch bessere Vernetzung zwischen Schulen und Betrieben oder Angebote für Flüchtlinge. ( Weiterlesen: Erfolgreiches Kooperationsmodell von Schule und Wirtschaft – Lerninsel mit vielen Chancen )

Vorstandsvorsitzender Höwekamp

Für den Vorstandsvorsitzenden Christoph Höwekamp wird es jetzt ein Ziel sein, die Zahl der Mitglieder der Bildungsgenossenschaft schnell zu erhöhen, um dann als Netzwerk schnell auf aktuelle Bedarfe reagieren zu können. Es geht darum, Lücken im lokalen Bildungsangebot zu erkennen und zu füllen sowie Projekte gezielt zu fördern und bei der Weiterentwicklung zu unterstützen. Der Vorstandsvorsitzende: ,,Jeder Interessierte kann durch Einzahlung von einmalig 50 Euro bei uns Genosse werden und sich einbringen.“

Die breite Allianz der Partner biete den Vorteil, dass Mitglieder zum Beispiel Räume anderer Genossen für Aktivitäten nutzen könnten, geplante Projekte besser aufeinander abgestimmt werden können oder gemeinsam Förderanträge gestellt werden können. Vorstand Höwekamp: „Die Bildungsgenossenschaft fungiert als Koordinationsstelle und schafft in Kooperation mit Partnern von den Mitgliedern nachgefragte Angebote.“ ( Weiterlesen: GMHütter Schulleiter beziehen Position – „IGS ist nicht die Nonplusultra-Schule“ )

Juristische Vorarbeit

Ein großes Lob gab es von allen für Stadtwerke-Juristin Nina Fischer, die mit dem Genossenschaftsverband Weser-Ems und dem Finanzamt im Vorfeld der Bildungsgenossenschafsgründung die notwendigen Details geklärt hat, um als gemeinnützig anerkannt zu werden. Klipsch: „Ohne die Unterstützung der Stadtwerke wäre die Bildungsgenossenschaft nicht an den Start gekommen. Jetzt können wir uns endlich auf den Weg machen, dass GMHütte eine Bildungsstadt wird.“ ( Mehr aus Georgsmarienhütte finden Sie auf Ihrem Ortsportal )


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