Närrische Weltreise Frauenkarneval der KFD Heilig Geist in Oesede

Von Danica Pieper

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Georgsmarienhütte. Da bebte das Gotteshaus: Etwa 150 prächtig gelaunte Närrinnen feierten im Saal unter der Heilig-Geist-Kirche in Oesede ihren Frauenkarneval. Erneut hatte die KFD ein buntes Programm auf die Beine gestellt, dass in diesem Jahr das Motto „An einem Abend um die Welt“ trug.

Um ein Haar hätte der Frauenkarneval gar nicht stattgefunden, denn eigentlich sollten Mitte Januar die Bauarbeiten für das Kolumbarium unter der Heilig-Geist-Kirche beginnen. Doch während diese auf die Nach-Karnevalszeit verschoben wurden, wird in St. Peter und Paul schon fleißig renoviert: „Es wurde aber auch Zeit! Die Kirche konnte man ja nur noch mit einem Sturzhelm betreten, da bröselte der Putz ja schon von der Decke herunter !“, ätzten Mechthild Hebbelmann und Monika Schwöppe, die durch das Programm führten.

Tratsch aus der Pfarrgemeinschaft

Aber nicht nur die beiden Moderatorinnen, auch die Büttenredner lästerten, was das Zeug hielt. Die Pilger Jutta Berssenbrügge, Hildegard Mokry, Christine Weinl, Martina Gläsener und Andrea Bensmann verbreiteten in kirchlichem Singsang Klatsch und Tratsch aus der Pfarrgemeinschaft, die mit ganzen elf Geistlichen ausgestattet ist – vielleicht ein Grund, warum man so manchem Priester eher in der Eisdiele als im Pfarrbüro antrifft. Auch die Verteilung der Messen von Peter und Paul auf die anderen Gemeinden sorgt für Spott: „Kloster Oesede hat den Joker gezogen: Zwei Vorabendmessen hintereinander, kommen die Gläubigen da nicht durcheinander?“ (Weiterlesen: KFD-Karneval vor einem Jahr)

Durchtriebene Oma

Lena Peitzmeyer trat als 79-jährige Josefine Schmalzbach auf, die mit Vorliebe die senile Oma spielt, um ihren Enkel so in den Wahnsinn zu treiben. Johanna Lüchtefeld erzählte auf Plattdeutsch und mit vielen Wortspielen von einem missglückten Ausflug nach Münster. Kloster Oesedes Karnevalsprinzessin Sandra Dreier sprach als Mutter, die endlich mal wieder ihrem Partner näher kommen möchte – wenn da nicht das Kind wäre, das einfach nicht ins Bett will.

Ganz männerfrei war die Sitzung nicht: Sven Hellermann träumte als alte Dame verkleidet vom Lottogewinn, während Sandra Glane und Ulla Holtgrewe als Karl und Heinz über ihre Gattinnen und Frauen im Allgemeinen herzogen: „Warum kommen Schwiegermütter nicht in den Himmel? Drachen steigen nicht über 2000 Meter!“

Russische Hebammen

Besonders viel Applaus ernteten Rabea Grimmelsmann, Laura Witte und Julia Westerbusch aus Gellenbeck als russische Hebammen. Sie wussten genau, warum die Deutschen so wenig Kinder bekommen: „Frau verlangt von Mann, dass er den Müll rausbringt. Bis Mann wieder zurück gefunden hat, sind fruchtbare Tage vorbei!“

Musik aus aller Welt

Neben den zahlreichen Wortbeiträgen kam auch die Musik nicht zu kurz. Die Gruppe Impuls tanzte sich gemäß dem Motto durch die Welt, sei es als Mexikanerinnen, Cowgirls oder Holländerinnen, bevor sie mit einem gemeinsamen Cancan ihre Bühnenpräsenz beendeten. Zum Finale betraten dann noch die Sternschnuppen die Bühne, die ihre Zuhörerinnen mit Liedern wie „The Lion Sleeps Tonight“ oder „Sun of Jamaica“ endgültig in die Ferne transportierten.

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