Jubiläums-Tour zu Weihnachten Feller und Feller feiern in Oesede

Hansi und Robert Feller verbanden gekonnt Schlager und Weihnachtsbotschaft in der stimmungsvoll beleuchteten Kirche St. Peter und Paul. Foto: Frank MuscheidHansi und Robert Feller verbanden gekonnt Schlager und Weihnachtsbotschaft in der stimmungsvoll beleuchteten Kirche St. Peter und Paul. Foto: Frank Muscheid

Georgsmarienhütte. Am Mittwochabend haben Weihnachtsbesinnung und Schlager christliche Nächstenliebe in der Kirche St. Peter und Paul in Oesede beschworen – und weiße Weihnacht wie früher. Das perfekt produzierte Konzert „Zehn Jahre Weihnachten mit Feller & Feller“ des Duos Hansi und Robert Feller aus Südbrookmerland hatte mehr zu geben als eingängige Schlager- und Volksmelodien. Knapp 300 Zuhörer ließen sich begeistern.

Voller Emotionen und Musikalität kredenzten die beiden immer wieder volkstümliche Weihnachtslieder, die sie gemeinsam mit ihrem Publikum sangen. Das hatte keine Probleme, sich aller Strophen von „Süßer die Glocken nie klingen“ über „Alle Jahre wieder“ bis „O du Fröhliche“ zu entsinnen. Und erfüllte damit den hoch gesteckten Anspruch der Künstler, den Fischer-Chören und „Gotthilf Fischer ein bisschen Konkurrenz“ zu machen, erklärte Hansi Feller und stellte schnell fest: „Ihr singt wunderbar“. Hörprobe von Feller & Feller

Schlager-Schmelz mit Botschaft

Zwischen diesen Ausflügen in Weihnachts-Allgemeingut gaben die Sänger eigene Werke zum Besten. Weihnachtsbotschaft und einfühlsame, langsame Schlager funktionieren prächtig miteinander und seit zehn Jahren erfolgreich: Das erste Kirchenkonzert fand im Dezember 2005 in der St. Mauritius-Kirche in Reepsholt statt.

Musikalisch bewegten sich die Norddeutschen in bewährten Vierviertel-Elementen, mal mit breit aufgestellten Keyboard-Sounds, mal im konzentrierten Piano- und Balladengewand. Dazu sangen sie im Duett eindringlich, klar und stark.

Stark christlich geprägt

Aus den Texten, die zum Nachdenken anregten, sprach zugleich ein tiefes Mitteilungsbedürfnis von christlich geprägten Werten und Vorstellungen. So hat Hansi Feller ein Lied nach dem Tod seiner Mutter verfasst. „Dann war ein Engel da“ . „Für einen Augenblick kommst du zu mir zurück, und bist ganz nah bei mir“, heißt es darin geradezu fröhlich.

Die Familienbotschaft von Weihnachten vermittelte das Lied „Maria und Josef“ im schmelzenden Harmonie-Gerüst. War aber auch verbunden mit der direkten Frage: „Würdet ihr Josef und Maria herein bitten?“ „Komm hör mir zu“ war dann ein auf ein schwelgerisches Piano gebettetes Dankeschön an die langjährigen Fans.

Bewegte Eindrücke aus Israel

Diese persönliche Mischung kam an. Hansi Feller erzählte zudem die Weihnachtsgeschichte, berichtete, wie eine hochschwangere Maria 180 Kilometer nach Bethlehem auf sich nahm oder Jesus mit seinen Brüdern aufwuchs. Dazu zeigte das Duo selbst gedrehte Film-Aufnahmen aus der Geburtsgrotte in Bethlehem und vom silbernen Stern, der den Geburtsort Jesu markiert, die Verkündigungsbasilika in Nazareth und Szenen bäuerlichen Lebens.

Dem schloss sich – und auch das gehört zu Weihnachten – eine Empfehlung für einen Reiseveranstalter ins Gelobte Land an. Das änderte aber nichts an einem Wohlfühlabend für Kopf und Sinne.


0 Kommentare