Berufsorientierung mit Praxis Talent trifft Ausbildung in Georgsmarienhütte

Meine Nachrichten

Um das Thema Georgsmarienhütte Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Georgsmarienhütte. Bequemer geht es kaum. Zumindest für die Jugendlichen nicht. Fast 400 Schüler der Jahrgänge 8 und 9 aller Schulen aus Georgsmarienhütte, Hagen und Hasbergen besuchten am Donnerstag die erste Berufsorientierungsmesse „Talent trifft Ausbildung“ in den Räumen der Sophie-Scholl-Schule an der Kirchstraße.

Direkt vor Ort konnten sie am Vormittag sechs bis acht berufstypische Tätigkeiten praktisch erproben und herausfinden, ob ihre Interessen mit ihren Fähigkeiten übereinstimmen.

Dazu hatten sich die teilnehmenden 30 Firmen aus der Region eine Menge einfallen lassen. In den Metall- und Bauberufen wurde gehämmert und gesägt, gefeilt und gedreht, in den Labors experimentiert und am Bildschirm designt. Schüler bauten unter der Anleitung von Auszubildenden pneumatische Steuerungen, befestigten Armaturen, montierten Autoreifen ab und prüften Bremsscheiben. Auch in kaufmännischen und sozialen Berufen sowie im Dienstleistungs- und Gesundheitsbereich konnten die Teilnehmer in die jeweils berufstypischen Aufgabenstellungen eintauchen.

„Das ist hier im südlichen Landkreis eine Premiere“, unterstrich Schulleiter Mark Reinhardt und bedankte sich für die langfristige und detaillierte Vorbereitung durch seine Kollegen, die Maßarbeit des Landkreises und die Wirtschaftsförderung der Stadt Georgsmarienhütte. „Wir wollen junge Leute für die Jobs hier in der Region gewinnen“, betonte Bürgermeister Ansgar Pohlmann. Mit der praktischen Talenterforschung werde der schon gut aufgestellten Berufsorientierung ein neuer, vielversprechender Impuls gegeben. Dem stimmte sein Hasbergener Kollege Holger Elixmann zu und wünschte den Betrieben, dass sie auf diesem Wege die dringend benötigten zukünftigen Fachkräfte finden. Und Thorsten Peters, Leiter der Oberschule am Roten Berg, gab der Hoffnung Ausdruck, „dass durch die praktischen Anregungen die Ausbildungskarrieren der Schüler geradliniger, also ohne Abbruch, verlaufen.“

Jeder Schüler hinterließ seine Kontaktdaten bei den von ihm besuchten Betrieben. „Damit ist der Weg für die Vereinbarung eines nachfolgenden Praktikums oder einer Ausbildung geebnet“, erläuterte Thomas Hamm, Berufswahlkoordinator an der Sophie-Scholl-Schule. Der Nachmittag stand im Zeichen des „Speeddatings“: In 15-minütigen Vorstellungsgesprächen nahmen knapp 60 Schüler Kontakt mit möglichen Arbeitgebern auf. Ein weiteres Modul der Veranstaltung war die Elterninformation in Einzelgesprächen und in der Talkrunde „Karriere mit Lehre“. Hier machten die Unternehmer deutlich, dass eine berufliche Ausbildung auch heute noch ein guter Weg in das Berufsleben ist. „Unser Ziel ist es auch, den Eltern die modernen Ausbildungsberufe vorzustellen, damit sie ihre Kinder bei der Berufswahl besser unterstützen können“, unterstrich Hamm.

Aus Schülersicht ist die Messe ein voller Erfolg. „Das lohnt sich auf jeden Fall“, meint Luna-Marie Litzenberg. Mirco Moosdorf hat sich schon über Karosseriebau und den Beruf des Kraftfahrers informiert. „Dabei lernt man gleichzeitig Lagerlogistik, das finde ich interessant.“

Nach dem guten Start streben alle Beteiligten eine Neuauflage der Talentmesse im nächsten Jahr in Hagen oder Hasbergen an.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN