16. Business-Frühstück Gesunde Stunde für GMHütter Unternehmer

Von Rolf Habben

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Stellte als Vorsitzender des Vereins „Gesunde Stunde“ die gesundheitsfördernden Maßnahmen im Schulalltag heraus, Prof. Norbert Albers, Christliches Kinder Hospital Osnabrück. Foto: Rolf HabbenStellte als Vorsitzender des Vereins „Gesunde Stunde“ die gesundheitsfördernden Maßnahmen im Schulalltag heraus, Prof. Norbert Albers, Christliches Kinder Hospital Osnabrück. Foto: Rolf Habben

Georgsmarienhütte. Seinen Namen unterstrich der Verein „Gesunde Stunde“ als Gastgeber des 16. Businessfrühstücks in der Katholischen Landvolkshochschule sprichwörtlich. In gut 60 Minuten war der offizielle Teil der Veranstaltung mit vorangegangenem gemeinsamen Frühstücksbüfett beendet.

Das sei auch mit Bedacht Intention der Veranstaltungsreihe des Stadtmarketingvereins, die „davon lebe, dass sie komprimiert dargeboten werde“, hatte schon Vorsitzender Rudolf Festag in seiner Begrüßung das Zeitfenster umrissen. Thematischer Schwerpunkt der Zusammenkunft war dieses Mal das Thema „Gesunde Kinder – unsere Zukunft“ über das Prof. Norbert Albers als 1. Vorsitzender des Vereins „Gesunde Stunde“ referierte. ( Weiterlesen: Die Gesunde Stunde stellt sich im Kreishaus vor )

Mangel an Bewegung

Albers machte mit Blick auf das vor allem bei Kindern festzustellende Übergewicht („Kinder werden immer dicker“) den Mangel an Bewegung und nicht zuletzt auch die unausgewogene Ernährung verantwortlich, wobei einer Studie zufolge der Anteil übergewichtiger Kinder bei Migranten größer sei.

PC und Fernsehen erlangten im Alltag des Nachwuchses immer mehr an Bedeutung. Die elf- bis siebzehnjährigen Kinder und Jugendlichen verbrächten bis zu sechs Stunden täglich vor dem Bildschirm. Nur zwei Drittel nähmen beispielsweise das Abendessen gemeinsam mit der Familie ein. ( Weiterlesen: Kinder und Jugendliche bewegen sich immer weniger )

Ausflug in die Evolution

Übergewicht als gesellschaftliches Problem habe seinen evolutionären Hintergrund. In der Menschheitsgeschichte war Nahrung über Jahrtausende ein knappes Gut, der Alltag war darüber hinaus geprägt von viel Bewegung bei gleichzeitig weniger Kalorienaufnahme als in der heutigen Zeit. Im Laufe seiner Entwicklung habe der Organismus des Menschen gelernt, Kalorien anzusparen.

Täglich eine Stunde ohne Kalorien und TV

50 Prozent der Frauen hätten bereits mehrere Diäten versucht. „Für Übergewichtige ist das ein lebenslanger Kampf“, so Albers. Die zentrale Botschaft der „Gesunden Stunde“ ist daher täglich eine Stunde ohne Kalorien, ohne TV und PC, stattdessen Sport, Spiel, Bewegung und Beschäftigung in und mit der Familie.

Das Projekt als Maßnahme der Gesundheitsförderung im Schulalltag hat zum Ziel: Mehr Bewegung, bessere Ernährung, Stärkung der Familie durch gemeinsame Aktivitäten und Steigerung des körperlichen und seelischen Wohlbefindens.

Projekt in 13 Schulen

Als Pilotprojekt des Christlichen Kinderhospitals Osnabrück und des Gesundheitsdienstes für Landkreis und Stadt Osnabrück in mehreren Schulen gestartet, findet die „Gesunde Stunde“ derzeit in 13 Schulen in Stadt und Landkreis mit umfangreichen und vielfältigen Aktivitäten sowie Projektwochen statt.

Maßgeblich unterstützt wird das Projekt seit 2008 durch die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte, dessen Sprecher Hermann Cordes beim Business-Frühstück die Chancengleichheit und einen Ausbildungsplatz für alle als den sozialen Ansatz seiner Stiftung betonte. „Wir brauchen den Nachwuchs und wir brauchen ihn gesund“, so Cordes.

Rückzug der Stiftung Stahlwerk

Mit Verweis auf den neu gegründeten Förderverein machte Cordes jedoch auch den finanziellen Rückzug der Stiftung deutlich, „eine Stiftung könne immer nur Anstöße geben, deshalb müsse der Förderverein künftig die finanzielle Basis der Gesunden Stunde sein“.

Frühstück mit Mehrwert für Unternehmer heißt es in der Einladung des Marketingvereins. Damit hatte der Verein nicht zu viel versprochen. Wie Festag in seinem Schlusswort feststellte, seien nicht nur Kinder aufnahmefähig, das gelte, wie sich gezeigt habe, auch für Erwachsene, „sonst wär´s heute Morgen wohl nicht so ruhig gewesen“. ( Weiterlesen: Die Georgsmarienhütter Businessfrühstücke )


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